Emma

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Emma

Originaltitel: Emma – Regie: Douglas McGrath – Drehbuch: Douglas McGrath, nach dem Roman "Emma" von Jane Austen – Kamera: Ian Wilson – Schnitt: Lesley Walker – Musik: Rachel Portman – Darsteller: Gwyneth Paltrow, James Cosmo, Greta Scacchi, Alan Cumming, Denys Hawthorne, Sophie Thompson, Jeremy Northam, Toni Collette, Kathleen Byron, Phyllida Law, Edward Woodall, Brett Miley, Brian Capron, Karen Westwood, Paul Williamson, Polly Walker, Rebecca Craig, Ewan McGregor, Angela Down, John Franklyn-Robbins, Juliet Stevenson, Ruth Jones u.a. – 1996; 120 Minuten

Inhaltsangabe

England zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die 21-jährige, standesbewusste Emma Woodhouse lebt seit der von ihr eingefädelten Eheschließung ihrer Erzieherin allein mit ihrem Vater auf dem Familiengut. Als Emma sich in den Kopf setzt, der in einen Bauern verliebten Harriet Smith trotz ihrer ungewissen Herkunft zu einer besseren Partie zu verhelfen, löst sie erst einmal viel Frustration aus ...
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Kritik

Bei seiner Verfilmung des ironischen, witzigen und unterhaltsamen Romans "Emma" von Jane Austen hielt sich Douglas McGrath eng an die literarische Vorlage.

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England zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die einundzwanzigjährige, standesbewusste Emma Woodhouse (Gwyneth Paltrow) lebt seit der von ihr eingefädelten Eheschließung ihrer Erzieherin Miss Taylor bzw. Mrs Weston (Greta Scacchi) allein mit ihrem Vater (Denys Hawthorne) auf dem Familiengut. Emma ist hübsch und gebildet, verwöhnt, standesbewusst und gutmütig. Obwohl sie sich vorgenommen hat, selbst unverheiratet zu bleiben, verhilft sie gern anderen zum ehelichen Glück.

Nach Miss Taylors Hochzeit wendet Emma sich Harriet Smith (Toni Collette) zu, einer ungebildeten jungen Frau, deren Herkunft ungewiss ist, weil sie bei Pflegeeltern aufwuchs und nichts über ihre Eltern weiß. Zunächst redet Emma ihr aus, den Heiratsantrag des Bauern Robert Martin (Edward Woodall) anzunehmen, denn sie möchte Harriet zu einer besseren Partie verhelfen. Und dafür hat sie den aus guter und wohlhabender Familie stammenden Vikar Mr Elton (Alan Cumming) vorgesehen. Geschickt manipuliert Emma ihre neue Freundin, bis diese Robert Martin vergisst und sich in Mr Elton verliebt. Das Vorhaben scheitert jedoch, weil Emma nicht gemerkt hat, dass sie selbst von Mr Elton angehimmelt wird. Von Harriet Smith dagegen will er nichts wissen.

Eigentlich hat Emma sich nach diesem für alle Beteiligten frustrierenden Erlebnis vorgenommen, keine Ehen mehr zu stiften. Doch als eines Tages Frank Churchill (Ewan McGregor) auftaucht, kann sie der Versuchung nicht widerstehen, erneut Schicksal zu spielen. Bei jeder Gelegenheit macht sie Harriet auf Frank Churchill aufmerksam. Eines Tages stellt sich heraus, dass Frank Churchill bereits heimlich mit Jane Fairfax (Polly Walker) verlobt ist. Emma ist entsetzt, denn sie glaubt, Harriet habe sich inzwischen durch ihr Zutun in Frank Churchill verliebt. Sie bedauert ihre Freundin, aber die gesteht ihr, dass ihr ein anderer Mann sehr viel besser gefällt: Emmas siebenunddreißigjähriger Schwager George Knightley (Jeremy Northam). Das verschlägt Emma die Sprache. Überrascht merkt sie, dass sie eifersüchtig ist und diese Verbindung auf jeden Fall verhindern will. Auf diese Weise entdeckt sie ihre eigenen Gefühle für George Knightley.

Am Ende gibt es zwei glückliche Paare: Harriet Smith und Robert Martin, Emma Woodhouse und George Knightley.

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Erst durch Irrungen und Wirrungen lernt Emma, sich selbst kritisch einzuschätzen und entdeckt dabei auch ihre wahren Gefühle. Ihre Ehe mit George Knightley, der seit Jahren nicht nur ihr Schwager, sondern auch ihr bester Freund war, beruht auf Partnerschaft und Gleichberechtigung. Das ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts alles andere als selbstverständlich.

Bei seiner Verfilmung des ironischen, witzigen und unterhaltsamen Romans „Emma“ von Jane Austen hielt sich Douglas McGrath eng an die literarische Vorlage (Originalausgabe: 1816; Neuübersetzung: Helga Schulz, dtv, München 2005, ISBN 3-423-13357-0, 527 Seiten).

Deutlicher noch als in ihren übrigen Romanen wirft Austen ein kritisches Licht auf die soziale Rolle der zur Unterordnung verurteilten Frau der gehobenen Mittelklasse. (Harenbergs Lexikon der Weltliteratur, Band 2, Dortmund 1989, Seite 843)

Ian Wilson hat die in warme Farben und sanftes Licht getauchten Bilder wie Gemälde arrangiert und alles Grelle vermieden. Die von Ruth Myers mit großer Sorgfalt entworfenen, stilechten Kostüme wurden mit einer „Oscar“-Nominierung bedacht, doch leider gab es die Trophäe am Ende nur für die Filmmusik von Rachel Portman.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2007

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