Vier Frauen gegen eine Bank

Vier Frauen gegen eine Bank

Vier Frauen gegen eine Bank

Vier Frauen gegen eine Bank - Originaltitel: El palo - Regie: Eva Lesmes - Drehbuch: Luis Marías und Eva Lesmes - Kamera: Gonzalo F. Berridi - Schnitt: María Elena Sáinz de Rozas - Musik: Manuel Villalta - Darsteller: Carmen Maura, Adriana Ozores, Maribel Verdú, Malena Alterio, Juan Gea, Jaime Pujol, Joaquín Climent, Antònia Martínez, Alejandro Sigüenza, Omar Munoz, Pep Guinyol u.a. - 2001; 95 Minuten

Inhaltsangabe

Die Putzfrau Lola, die großbürgerliche Witwe Maite, die Friseuse Silvia und die kleine Gaunerin Pecholata haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam – außer dass sie dringend Geld benötigen. Deshalb kommt Lola auf die Idee, die Bank auszurauben, in der sie putzt, und sie überredet die anderen drei Frauen, dabei mitzumachen.
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Kritik

"Vier Frauen gegen eine Bank" ist eine bunte, turbulente und unterhaltsame Komödie, in der Eva Lesmes die Männer – die ohnehin nur in Nebenrollen auftauchen – schwach und farblos wirken lässt, während die Frauen beherzt ihre Probleme lösen.
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Lola (Adriana Ozores) hat ihren Mann Gustavo (Jaime Pujol) aus der gemeinsamen Wohnung in Madrid geworfen und lebt mit ihrem kleinen Sohn Felipe (Omar Muñoz) von dem Geld, das sie als Putzfrau in einer Bank und Haushaltshilfe in Privathäusern verdient. Die 8000 Peseten für die Stromrechnung erbittet sie sich als Vorschuss von Maite (Carmen Maura), der sie den Haushalt führt, aber auf dem Heimweg wird ihr das Geld geraubt.

Maite bewohnt zwar ein großbürgerliches Haus in Madrid, ist jedoch selbst in finanziellen Schwierigkeiten, weil ihr Mann Juan kürzlich starb und ihr nichts als Schulden und Steuernachforderungen hinterließ. Ihr Sohn studiert, und ihre Tochter Luise (Diana Palazón) möchte heiraten, aber Maite weiß nicht, wie sie das Geld für die Hochzeitsfeier aufbringen soll.

Als Lola mit ihrer Freundin Silvia (Maribel Verdú) ausgeht und ihre Schwiegermutter (Antònia Martínez) auf Filippe aufpasst, ist der Strom bereits abgeschaltet, weil die Rechnung nicht bezahlt wurde. Filippes Großmutter zündet deshalb Kerzen an – und setzt damit versehentlich die Wohnung in Brand. Auch der Computer, den Lola sich leistete, um sich durch einen Kurs für eine Bürotätigkeit zu qualifizieren, geht dabei kaputt. Ohnehin wird Lola in Kürze die Wohnung verlassen müssen, denn Gustavo will sie einem Kollegen bei der Polizei verkaufen und mit dem Geld seine Schwester unterstützen, deren Ehemann arbeitslos ist.

Lolas Freundin Silvia ist Friseuse und hat eine Affäre mit ihrem Chef Enrique (Joaquín Climent), der ihr versprochen hat, sich von seiner Ehefrau zu trennen. Doch als er auf Umwegen erfährt, dass Silvia von ihm schwanger ist, erklärt er ihr, er müsse mit seiner Frau nach Benidorm ziehen, weil sie ihm dort von ihrem Schwarzgeld einen neuen Friseursalon gekauft habe, aber das Kind wolle er nach der Geburt gemeinsam mit seiner Frau aufziehen. Silvia kann Enriques Dreistigkeit kaum fassen und weist ihm die Tür. Sie hat inzwischen ein Verhältnis mit einem jungen Musiker namens Daniel (Alejandro Sigüenza), der in einem Supermarkt arbeitet, um sein Studium zu finanzieren.

Beim Putzen in der Bank bemerkt Lola, dass der Bankdirektor (Juan Gea) und der Kassierer (Pep Guinyol) eine normale Schreibtischschublade voll Geld gestopft haben. Kurz darauf beobachtet sie eine junge Frau (Malena Alterio), die den Münzbehälter in einer Telefonzelle knackt. Lola lädt die junge Frau, die sich Pecholata nennt, in ein Straßencafé ein und überredet sie, ihr dabei zu helfen, an das Geld in der Bank zu kommen. (Später stellt sich heraus, dass sie Violetta heißt und in einem Waisenheim lebt.)

Anhand der von Lola gemachten Fotos meint Pecholata, das Schreibtischschloss sei kaum zu knacken. Also müssen sie sich den Schlüssel besorgen. Maite und Silvia werden in das Vorhaben eingeweiht. Maite soll in die Bank gehen, dem Direktor vormachen, sie wolle ein Vermögen anlegen und dabei eine Ohnmacht simulieren. Währenddessen will Pecholata den Schlüsselbund des Bankdirektors aus dessen Jackett nehmen. Sobald der Schlüssel für die Schreibtischschublade beim nächsten Schlüsseldienst nachgemacht ist, wird es Silvias Aufgabe sein, den Schlüsselbund wieder unbemerkt zurückzubringen und Lola die Kopie zuzustecken, damit diese das Geld aus der Schublade nehmen kann.

Der Plan funktioniert – aber die Schublade ist leer.

Jetzt hält Lola nichts mehr zurück. Dann muss die Bank eben überfallen werden. „Und wenn’s die Männer schaffen“, meint sie, „kann’s doch nicht so schwer sein!“ In einem aufregenden Kleid macht Lola sich an den Bankdirektor heran, um herauszukriegen, wann sich der Überfall lohnt.

Eines Morgens ist es so weit. Die vier Frauen haben sich eigens zwei täuschend echt aussehende Spielzeugpistolen gekauft. Während Maite im Wagen wartet, schlüpfen Lola und Pecholata in Männermäntel, ziehen Masken übers Gesicht und empfangen den Bankdirektor mit vorgehaltenen Pistolen und mit Silvia als angeblicher Geisel vor dem Eingang der Bank. Als der Bankdirektor sich geistesgegenwärtig in seinem Büro einschließt und die Polizei anrufen will, löst sich aus einer der beiden Pistolen ein Schuss und durchschlägt das Glasfenster des Büros: Lola hat aus Versehen statt der Spielzeugpistole Gustavos Dienstwaffe eingesteckt! Da spielt der Bankdirektor unerwartet mit: Die Bankräuber sollen die 7 Millionen aus der Kasse haben – und einen Teil der 400 Millionen Schwarzgeld, die Kunden bei ihm deponiert haben.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Als der Kassierer zum Dienst kommt und merkt, dass die Bank überfallen worden ist, drückt er unbemerkt den Alarmknopf. Kurz darauf wird das Gebäude von der Polizei umstellt.

Den vier Frauen gelingt zwar die Flucht, aber Lola verliert den Sack Geld, den sie mitgenommen hat. In den Fernsehnachrichten heißt es, man habe zwar das geraubte Geld sichergestellt aber noch keine Spur von den Bankräubern. Der Bankdirektor sei wegen Beihilfe zur Geldwäsche verhaftet worden.

Gut, dass Lola den großen Industriestaubsauger, mit dem sie in der Bank die Teppiche reinigt, mit Geldscheinbündeln vollgepackt hat. Dieses Geld holt sie an ihrem nächsten Arbeitstag unbemerkt heraus und teilt es am Abend mit den anderen drei Frauen. Es ist zwar nur ein Bruchteil der 407 Millionen Peseten, aber es reicht fürs Erste.

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„Vier Frauen gegen eine Bank“ ist eine bunte, turbulente und unterhaltsame Komödie, in der Eva Lesmes die Männer – die ohnehin nur in Nebenrollen auftauchen – schwach und farblos wirken lässt, während die Frauen beherzt ihre Probleme lösen.

Synchronsprecher:
Sabine Falkenberg (Lola), Eva Kryll (Maite), Jenny Böttcher (Pecholata), Stephanie Kirchberger (Silvia), Gustav-Adolph Artz (Bankdirektor), Clemens Gerhard (Gustavo), Bernd Stephan (Enrique), Marion von Keller (Großmutter), Mohammed Ponten (Felipe), Eva Michaelis (Luisa) u.a.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

Alfred Andersch - Die Rote
Alfred Andersch erzählt in "Die Rote" abwechselnd aus den Blickwinkeln von Franziska und Fabio. In das äußere Geschehen integriert er innere Monologe: Reflexionen Franziskas und anderer Figuren.
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