Liebe und Verlangen

Liebe und Verlangen

Liebe und Verlangen

Originaltitel: Liebe und Verlangen - Regie: Judith Kennel - Drehbuch: Günter Schütter, bearbeitet von Judith Kennel - Kamera: Sophie Maintignieux - Schnitt: Dora Vajda - Musik: Wolfgang Böhmer Darsteller: Katja Flint, Natalia Wörner, Hannes Hellmann, Mara Scherzinger, Benni Peters u.a. - 2003; 90 Minuten

Inhaltsangabe

Die Lehrerin Jeanne wechselt zu einer Kleinstadt-Schule und verliebt sich in die Ehefrau des Rektors. Als dieser eine Problemschülerin relegieren will, droht das Mädchen, die Liaison der beiden Frauen bekannt zu machen und verschafft ihm mit der Lüge, Jeanne habe sich auch an sie herangemacht, einen Vorwand, gegen die Rivalin vorzugehen ...
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Kritik

"Liebe und Verlangen" ist ein subtiles Erotikdrama über eine lesbische Frau, die zum zweiten Mal Opfer von Anfeindungen wird, aber einer verheirateten, von ihrem Mann bevormundeten Frau dazu verhilft, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich zu befreien.
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Karen (Katja Flint) ist die Frau des Rektors einer Kleinstadt. Hendrik (Hannes Hellmann) behandelt sie nicht als gleichberechtigte Partnerin, sondern eher wie ein unselbständiges Kind, beinahe so, wie wir es von Torvald Helmer aus Ibsens Schauspiel „Nora“ kennen. So ist es auch kein Zufall, dass Karen von ihm und ihren Freunden „Puppa“ genannt wird. Puppa ist unzufrieden, wenn Hendrik ihr beispielsweise verbietet, auf dem Schulfest ein neues Kleid zu tragen, das er für zu gewagt hält, aber sie fügt sich in ihr Schicksal, raucht nur hin und wieder heimlich eine Zigarette und trinkt schon mal an einer Imbissbude einen Pikkolo.

Als sie ihren Mann und ihren Sohn zur Schule fährt, läuft ihr die neue Lehrerin vors Auto, aber es passiert zum Glück nichts. Jeanne (Natalia Wörner) ist aus Köln weggezogen, weil man sie dort wegen ihrer lesbischen Affäre mit der Ehefrau eines Kollegen schikaniert hatte. Hier in der Kleinstadt versucht sie einen Neuanfang.

Die beiden Frauen lernen sich näher kennen und befreunden sich. Hendrik, der weiß, dass Jeanne lesbisch ist, warnt seine Frau: Jeanne suche etwas bei ihr, was Puppa ihr nicht geben könne und deshalb sei die Enttäuschung vorprogrammiert. Folgsam schlägt Puppa ihrer neuen Freundin vor, die Beziehung gleich wieder zu beenden. Doch sie fühlt sich zu der einsamen, unglücklichen Frau hingezogen und trifft sich weiter mit ihr – bis sie eines Tages wie selbstverständlich mit ihr ins Bett geht. Wenn Puppa mit Jeanne zusammen ist, fühlt sie sich frei. Die naive, schlichte, unselbstständige Kindfrau wird sich allmählich des Rechts auf eine eigene Individualität bewusst.

Das Liebesverhältnis der beiden Frauen bleibt weder Hendrik noch der Problemschülerin Torchy (Mara Scherzinger) verborgen. Jeanne bemüht sich zwar, Torchy in der Schule zu helfen, aber das Mädchen führt sie an der Nase herum.Während eines Streits stößt Torchy eine Mitschülerin die Treppe hinunter. Da der Vorfall durch eine Überwachungskamera dokumentiert ist, will der Rektor die aufsässige Schülerin endlich relegieren. Da droht sie ihm, herumzuerzählen, was sie über ihre Lehrerin und seine Frau weiß. „Wir haben doch beide die gleiche Feindin“, beschwört sie ihn. Und sie geht noch einen Schritt weiter, indem sie behauptet, die neue Lehrerin habe sie sexuell belästigt. Damit liefert sie Hendrik einen Vorwand, die Rivalin vom Unterricht zu suspendieren. Nachdem Jeanne von der Polizei wegen des Verdachts auf Verführung einer Minderjährigen verhört wurde, betrinkt sie sich und schneidet sich in ihrer Wohnung die Pulsadern auf. Gerade noch rechtzeitig wird sie von Puppa gefunden und ins Krankenhaus gebracht.

Als Jeanne wieder aufstehen und das Krankenhaus verlassen kann, holen Puppa und ihr kleiner Sohn sie ab. Sie haben ihr Gepäck dabei …

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„Liebe und Verlangen“ ist ein subtiles Erotikdrama über eine lesbische Frau, die zum zweiten Mal Opfer von Anfeindungen wird, aber einer verheirateten, von ihrem Mann bevormundeten Frau dazu verhilft, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich aus ihrer Abhängigkeit zu befreien.


Die Dreharbeiten liefen vom 24. September bis 29. Oktober 2002.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

Judith Kennel: Die Lüge

Peter Atkins - Galileos Finger
Peter Atkins führt uns in "Galileos Finger " nicht nur von der Biologie zur Physik, Kosmologie und weiter zur Mathematik, sondern zeigt auch in jedem Kapitel größere, die Grenzen einer wissenschaftlichen Disziplin überschreitende Zusammenhänge auf.
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