Sei zärtlich Pinguin

Sei zärtlich Pinguin

Sei zärtlich Pinguin

Originaltitel: Sei zärtlich Pinguin - Regie: Peter Hajek - Drehbuch: Peter Hajek, Peter Weibel, Fritz Müller-Scherz, Barbara Ossenkopp - Kamera: Jacques Steyn, Walter Kindler - Schnitt: Ingrid Köller - Musik: Christian Kolonovits - Darsteller: Marie Colbin, Heinz Hoenig, Rainer Hunold, Debbie Neon, Helga Uhlig, Richy Müller, André Heller, Herb Andress, Veronika Deiters, Olga Demetriescu, Nina Franoszek, Bettina Hauptmann, Dan van Husen, Lothar Koester, Andreas Mannkopff, Bernd Riedel, Viola Sauer, Robert Schaefer, Georg Tryphon, Gottfried Vollmer u.a. - 1982; 95 Minuten

Inhaltsangabe

Nina wohnt seit zwei Jahren bei ihrem Freund Mick, einem "Sportlehrer mit Zweitfach Englisch". In der sauber, kalt und metallisch eingerichteten Wohnung würde sich sogar ein sonst auf einer Eisscholle lebender Pinguin wohlfühlen, meint Nina ...
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Kritik

"Sei zärtlich Pinguin" ist eine freche Komödie über Frauenfrust und Männlichkeitswahn, ein vergnüglicher Film ohne Scheu vor der Sexualität und ein unverkrampftes Plädoyer für mehr Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit in der Liebe.

Nina (Marie Colbin) betreibt die Partnervermittlung „Lonely Hearts“. Seit zwei Jahren wohnt sie bei ihrem Freund Mick (Heinz Hoenig), einem „Sportlehrer mit Zweitfach Englisch“. In der sauber, kalt und metallisch eingerichteten Wohnung würde sich sogar ein sonst auf einer Eisscholle lebender Pinguin wohlfühlen, meint Nina. Immerhin durfte sie sich in dem Riesenraum eine Ecke mit Kissen und Pflanzen einrichten. Wenn Mick in seinem Metallbett sportlich wie beim Bodybuilding mit ihr verkehrt, wundert sie sich, worüber andere Frauen schwärmen, wenn sie vom Orgasmus reden.

Tommy (Rainer Hunold), Micks Nachbar, ist Elektriker. In seiner mit Militaria vollgestellten Wohnung experimentiert er schon mal mit kleinen Sprengladungen. Mitten im Zimmer hat er ein Zelt aufgestellt; in dem schläft er mit seiner Freundin Debbie (Debbie Neon), einer erfolgreichen Popsängerin. Die hält sein gedankenloses Imponiergehabe schließlich nicht mehr aus und verlässt ihn.

Micks jüngere Schwester Eva (Helga Uhlig) arbeitet vorübergehend in einem Supermarkt. Sie deckt den schüchternen Frank, als dieser Schokolade aus dem Regal stiehlt und träufelt dann Honig auf seinen Pullover. Auf diese Weise erreicht sie, dass er mitkommt, um sich den Pullover waschen zu lassen – und sie schließlich beide in der Badewanne plantschen.

Nina verrät Eva, dass sie noch nie einen Orgasmus hatte, weil sich Mick im Bett nicht um ihre Gefühle kümmert. Bei dem Gedanken daran wird sie so wütend, dass sie sich beim nächsten Mal auf Mick legt und seine Bewegungen nachahmt. Mick weiß nicht, was das soll. Aber er vergisst den Vorfall gleich wieder, weil er sich darauf freut, mit Nina in den Urlaub zu fahren. Auf dem Boden des Schlafwagenabteils summt plötzlich ein Vibrator. Da begreift Mick, dass er Nina nicht befriedigt. Er geht hinaus auf den Korridor und unterhält sich verstört mit dem Schaffner. Als er bei der nächsten Station merkt, dass Nina aussteigt, ist es zu spät.

In den Armen einer jungen lesbischen Frau namens Debbie erlebt Nina zum ersten Mal einen Orgasmus. Sie ist glücklich. Vier Wochen lang.

Dann möchte sie trotz allem zu Mick zurück. Der hat inzwischen einen Stapel Bücher über Frauen gelesen und darüber nachgedacht. Als Nina wieder bei ihm ist, lieben sie sich im Pool. Während Mick sich unter Wasser zärtlich um sie bemüht, gluckst sie vor Vergnügen – bis sie vor Angst aufschreit, weil sie annimmt, er sei zu lange ohne Luft gewesen. Während in den umliegenden Wohnungen die Lichter angehen, die Leute aus den Fenstern sehen und schließlich ein Sanitätsauto kommt, taucht sie, schleppt den Bewusstlosen aus dem Wasser und beginnt mit der Wiederbeatmung. Da öffnet Mick die Augen und lächelt verschmitzt.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

Katrin Boese - Zelda Fitzgerald
Obwohl es sich bei "Zelda Fitzgerald. 'So leben, dass ich frei atmen kann'" um eine Romanbiografie handelt, hält Katrin Boese sich eng an Fakten und Daten. Der Kunstgriff, Sara Mayfield als Ich-Erzählerin auftreten zu lassen, ermöglicht es, das authentische Material elegant zu inszenieren.
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