Tod auf dem Nil

Tod auf dem Nil

Tod auf dem Nil

Tod auf dem Nil - Originaltitel: Death on the Nile - Regie: John Guillermin - Drehbuch: Anthony Shaffer, nach dem Roman "Tod auf dem Nil" von Agatha Christie - Kamera: Jack Cardiff - Darsteller: Peter Ustinov, David Niven, Mia Farrow, Simon MacCorkindale, Lois Chiles, Bette Davis, Jane Birkin, Angela Lansbury, Maggie Smith, Olivia Hussey u.a. - 1977; 135 Minuten

Inhaltsangabe

Auf einem Nildampfer wird eine junge, attraktive und frisch verheiratete amerikanische Millionenerbin erschossen. Zufällig befindet sich der belgische Detektiv Hercule Poirot an Bord des Schiffs. Während er versucht, die Mordtat aufzuklären, werden zwei weitere Frauen umgebracht ...
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Kritik

Aus einem Klassiker von Agatha Christie – "Tod auf dem Nil" –, hat John Guillermin mit einem außergewöhnlichen Staraufgebot einen unterhaltsam-spannenden Film gemacht.
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Die junge, attraktive amerikanische Millionenerbin Linnet Ridgeway (Lois Chilles) heiratet den mittellosen Verlobten ihrer besten Freundin Jackie (Mia Farrow): Simon Doyle (Simon MacCorkindale). Die Flitterwochen verbringen sie in Ägypten. Bei den Pyramiden von Gizeh, vor einem der Tempel von Abu Simbel – immer wieder taucht Jackie auf und ergötzt sich an den wütenden Reaktionen der Jungvermählten. Einmal wird Linnet beinahe von einem Stein erschlagen, der von einer Säule fällt. Der belgische Detektiv Hercule Poirot (Peter Ustinov), der gerade Ferien in Ägypten macht, argwöhnt, dass jemand den Stein absichtlich gekippt haben könnte.

Auf einem Nildampfer lauscht Poirot, was sich die Passagiere zu sagen haben und erfährt auf diese Weise, dass Linnet Ridgeway nicht nur von Jackie gehasst wird, sondern auch anderen Passagieren im Weg steht: Sie schikaniert ihr Dienstmädchen (Jane Birkin); die Schriftstellerin Salome Otterbourne (Angela Lansbury), die mit ihrer Tochter Rosalie (Olivia Hussey) an Bord ist, bittet Linnet vergeblich, eine Verleumdungsklage zurückzunehmen; die Dame Van Schuyer (Bette Davis) giert nach der Perlenkette Linnets; ihre Gesellschaftsdame kann nicht vergessen, dass Linnets Vater ihre Familie geschäftlich ruinierte; ein junger Kommunist sieht in Linnet eine Schmarotzerin, die man bei der Revolution hinrichten müsste; ein Rechtsanwalt beabsichtigt, sie um ihr Vermögen zu betrügen usw.

An einem der Abende kommt es im Salon zu einem wilden Streit zwischen Jackie und Simon. Sie schießt auf ihren früheren Verlobten. Er sinkt aufs Sofa. Sie wirft die Pistole auf den Boden, ergeht sich in wilden Selbstanklagen und wird von Mitreisenden in ihre Kabine gebracht. Etwas später sieht sich ein Arzt Simons Schussverletzung unter dem Knie an, aber er kann das Projektil nicht herausnehmen, sondern die Wunde nur verbinden.

Am nächsten Morgen wird Linnet Ridgeway tot aufgefunden, mit einer Schusswunde an der Schläfe. Ihr rechter Zeigefinger ist voll verkrustetem Blut; damit wurde ein „J“ an die Wand geschrieben. „J“ wie Jackie. Der Arzt ist sicher, dass sie sofort tot war und der Mörder oder die Mörderin ihr den Finger geführt haben muss.

Während Hercule Poirot die Ermittlungen führt, die Passagiere – bis auf Jackie und Simon – verhört, jedem von ihnen ein Mordmotiv nachweist und zeigt, dass jeder die Möglichkeit hatte, Linnet zu töten, wird deren Dienstmädchen die Kehle durchgeschnitten. In der verkrampften Hand des Mädchens findet Poirot den Schnipsel einer Banknote. Salome Otterbourne hat etwas Verdächtiges gesehen, doch als sie davon zu berichten beginnt, trifft ein Schuss sie zwischen die Augen.

Plötzlich begreift Poirot die Zusammenhänge, und er bestellt alle Passagiere in den Salon, um die drei Mordfälle aufzuklären.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Jackie ist nach wie vor die Geliebte Simons, der Linnet nur zum Schein geheiratet hat. Der auf Simon gerichtete Schuss war fingiert. Während alle sich um Jackie kümmerten, eilte Simon zur Kabine seiner Frau, die bereits zu Bett gegangen war und erschoss sie. Dann rannte er zurück in den Salon und schoss sich selbst in den Unterschenkel. Jackie in der Obhut einer Mitreisenden, Simon gehunfähig: zwei perfekte Alibis! Aber Linnets Dienstmädchen hatte Simon beobachtet und versuchte ihn zu erpressen. Daraufhin schnitt Jackie ihr die Kehle durch, und sie war es auch, die Salome Otterbourne erschoss, um ihre Aussage zu verhindern. (Salome Otterbourne hatte Jackie aus der Kabine des ermordeten Dienstmädchens kommen sehen.)

Als Jackie merkt, dass sie und Simon verloren sind, erschießt sie zuerst ihren Komplizen und dann sich selbst.

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„Tod auf dem Nil“ von Agatha Christie ist ein klassischer, intelligent konstruierter Kriminalroman nach dem „Whodunit“-Muster. John Guillermin hat daraus mit einem außergewöhnlichen Staraufgebot in Ägypten einen unterhaltsam-spannenden Film gemacht.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

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"Theres" ist keine narrative Biografie, sondern eine Collage. Steve Sem-Sandberg kombiniert in dem Roman Texte über Ulrike Meinhof und die RAF. Dabei spricht er nur den Intellekt des Lesers an und lässt keine Empathie aufkommen.
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