Andreas Schmidt


Andreas Schmidt wurde am 24. Mai 1912 in Donnersmarkt (Mănărade, 150 Kilometer nordwestlich von Zeiden) geboren.

Nach dem Abitur begann der Siebenbürger Sachse 1930 in Klauenburg Jura zu studieren, aber statt das Studium abzuschließen, meldete er sich zur rumänischen Armee. 1938 immatrikulierte sich Andreas Schmidt an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin. Als er Christa Berger, die Tochter des SS-Hauptamt-Chefs Gottlob Berger heiratete, fungierte Heinrich Himmler als Trauzeuge.

Im Rang eines SS-Untersturmführers kehrte Andreas Schmidt im Oktober 1939 nach Rumänien zurück. Im Frühjahr 1940 rekrutierte er 1000 Rumäniendeutsche für die SS, und am 27. September 1940 wurde er zum Führer der deutschen Volksgruppe in Rumänien ernannt.

Während der rumänische Diktator Ion Antonescu im Januar 1941 eine Rebellion der Eisernen Garde blutig niederschlug, gewann Andreas Schmidt weiter an Ansehen in Berlin. Das verspielte er allerdings im weiteren Verlauf des Kriegs zum Teil wieder, nicht zuletzt aufgrund seines selbstherrlichen Führungsstils.

Als Ion Antonescu im August 1944 gestürzt wurde und der rumänische König Michael I. daraufhin dem Deutschen Reich den Krieg erklärte, rief Andreas Schmidt die Volksdeutschen zu den Waffen, aber die Rote Armee erstickte den Widerstand.

Andreas Schmidt starb im Frühjahr 1948 in einem sowjetischen Lager in Workuta im Norden der Republik Komi.

Als Romanfigur taucht Andreas Schmidt in „Zeiden, im Januar“ von Ursula Ackrill auf.

© Dieter Wunderlich 2015

Ursula Ackrill: Zeiden, im Januar

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Mehr als zwei Jahrzehnte lang las ich rund zehn Romane pro Monat und stellte sie dann mit Inhaltsangaben und Kommentaren auf dieser Website vor. Aber zuletzt dauerte es schon zwei Monate, bis ich ein neues Buch ausgelesen hatte: Aus familiären Gründen habe ich das Lesen und die Kommunikation über Belletristik reduziert.