Alexander Payne: Sideways
mit Paul Giamatti, Thomas Haden Church u. a.
     
Kritik:
Die heitere Tragikomödie "Sideways", die auf dem gleichnamigen Roman von Rex Pickett basiert, wurde von Alexander Payne bewusst unspektakulär und unprätentiös inszeniert. Filmkritik

 

Sideways

 
  Inhalt:
Während sich Miles seit seiner Scheidung vor zwei Jahren in Selbstmitleid ergeht, versucht sein Freund Jack in der Woche vor seiner geplanten Hochzeit seine Bindungsängste zu verdrängen und will deshalb mit Miles ein paar feuchtfröhliche Tage in den kalifornischen Weinbaugebieten verbringen. Als er die Kellnerinnen Maya und Stephanie kennen lernt, für Stephanie entflammt und merkt, dass Maya sich für Miles interessiert, glaubt er, vor seiner Hochzeit noch viel Spaß haben zu können ... Handlung, Inhaltsangabe

Sideways – Originaltitel: Sideways – Regie: Alexander Payne – Drehbuch: Alexander Payne und Jim Taylor, nach dem Roman "Sideways" von Rex Pickett – Kamera: Phedon Papamichael – Schnitt: Kevin Tent – Musik: Rolfe Kent – Darsteller: Paul Giamatti, Thomas Haden Church, Sandra Oh, Virginia Madsen, Marylouise Burke, Jessica Hecht, Missy Doty, M. C. Gainey, Alysia Reiner, Shake Tukhmanyan, Duke Moosekian u.a. – 2004; 125 Minuten

   


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Alexander Payne: Sideways

Inhaltsangabe:

Der Lehrer Miles (Paul Giamatti) kommt nicht über die vor zwei Jahren erfolgte Scheidung von Victoria (Jessica Hecht) hinweg, und es gelingt ihm nicht, für seinen autobiografischen Roman einen Verlag zu finden. Er ist deshalb depressiv. Trotzdem will sein Freund Jack (Thomas Haden Church), ein Schauspieler, der inzwischen fast nur noch Angebote für Werbespots bekommt, die letzte Woche vor seiner Hochzeit mit Christine Erganian (Alysia Reiner) mit ihm feuchtfröhlich in den kalifornischen Weinbaugebieten verbringen. Bücher von Dieter Wunderlich Während Jack allerdings nichts von Weinen versteht, gilt Miles als Kenner.

Als Jack die Kellnerinnen Maya (Virginia Madsen) und Stephanie (Sandra Oh) kennen lernt, für Stephanie entflammt und merkt, dass Maya sich für Miles interessiert, glaubt er, vor seiner Hochzeit noch viel Spaß haben zu können. Weil die allein erziehende Mutter Stephanie so lebenslustig, ungehemmt und unbekümmert ist ("sie fickt wie ein Tier"), überlegt Jack sogar, ob er die Hochzeit mit Christine nicht lieber absagen soll. Miles, der sich zaghaft in Maya verliebt, ist über seinen Freund entsetzt.

Versehentlich verrät Miles Maya nach der ersten gemeinsamen Nacht, dass Jack am Wochenende heiratet. Sie ist entrüstet darüber, dass Jack ihrer Freundin Stephanie die große Liebe vorspielt und will auch von Miles nichts mehr wissen, denn die beiden haben die Vorurteile der geschiedenen Frau gegen Männer voll bestätigt.

Nachdem Stephanie von Maya erfahren hat, dass Jack sie belog, prügelt sie ihn mit ihrer Handtasche krankenhausreif.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Jack tröstet sich jedoch schnell über das gebrochene Nasenbein hinweg und bändelt mit der Bedienung Cammi (Missy Doty) an, die sich an seine Filme erinnert. Doch als ihr Ehemann (M. C. Gainey) früher als erwartet nach Hause kommt, flieht er splitternackt aus dem Haus und läuft fünf Kilometer weit bis zum Hotel.

Um Christine sagen zu können, die Nase habe er sich bei einem Autounfall gebrochen, setzt Jack den Wagen seines Freundes bewusst vor einen Baum.

Wider Erwarten rastet Miles bei der Hochzeit nicht aus, als Victoria ihm ihren neuen Ehemann Chris (Chris Burroughs) vorstellt. Während die Gäste von der Kirche zum Feiern fahren, schert Miles aus dem Konvoi aus und fährt zu Maya. In der Hoffnung, dass sie ihre Meinung geändert hat, klopft er an ihre Tür.

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Filmkritik:

"Sideways" ist eine heitere Tragikomödie über zwei Antihelden Mitte dreißig. Während sich Miles seit seiner Scheidung vor zwei Jahren in Selbstmitleid ergeht, versucht sein Freund Jack in der Woche vor seiner geplanten Hochzeit seine Bindungsängste zu verdrängen. Alexander Payne erzählt die Geschichte eher beiläufig. Seine Inszenierung ist bewusst unspektakulär und unprätentiös, auch wenn er für eine Sequenz die Split-Screen-Technik verwendet.

Eine Ästhetik [...], die das Vorgefundene nicht bewerten will, die es kommentarlos zur Kenntnis nimmt und deshalb immer beides zugleich sein kann: ein liebevoller Blick auf die Realität – oder eine Satire, die so scharf ist, dass sie ihre Intention gar nicht mehr offenbaren muss. (Tobias Kniebe, Süddeutsche Zeitung, 2. Februar 2005)

Das Motel mit der Windmühle und das Lokal mit dem ausgestopften Büffel auf dem Weg zur Toilette soll es im Santa Inez Valley in Kalifornien tatsächlich geben.

Für das nach dem Roman "Sideways" von Rex Pickett von Alexander Payne und Jim Taylor geschriebene Drehbuch gab es einen "Oscar". Nominiert hatte man den Film in fünf Kategorien.

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2008

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