Hermine Huntgeburth: Der Hahn ist tot
mit Gisela Schneeberger, August Zirner u. a.
      Kritik:
Hermine Huntgeburth verfilmte Ingrid Nolls 1991 veröffentlichten Roman "Der Hahn ist tot". Es handelt sich um eine makabre, rabenschwarze und pointenreiche Kriminalgroteske. Filmkritik
 

Der Hahn ist tot

 
  Inhalt:
Rosi Hirte, eine zweiundfünfzigjährige Versicherungsangestellte, ist einsam und glaubt, sie sei im Leben zu kurz gekommen. Nachdem sie sich bei einer Autorenlesung in den Schriftsteller Rainer Engstern verliebt hat, beschließt sie, für ihr Liebesglück zu kämpfen. Dabei geht sie über Leichen ... Inhaltsangabe, Handlung

Originaltitel: Der Hahn ist tot - Regie: Hermine Huntgeburth - Drehbuch: Fabian Thaesler, nach dem Roman "Der Hahn ist tot" von Ingrid Noll - Kamera: Martin Langer - Schnitt:Barbara Hennings - Musik: Biber Gullatz und Eckes Maltz - Darsteller: Gisela Schneeberger, August Zirner, Renate Krößner, Nikolaus Paryla, Ulrich Matthes, Emanuela von Frankenberg, Saskia Vester, Rudolf Kowalski, Loretta Pflaum, Karin Rasenack, Petra Wolf u.a. - 2000; 90 Minuten

   


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Hermine Huntgeburth: Der Hahn ist tot

Inhaltsangabe:

Rosemarie ("Rosi") Hirte (Gisela Schneeberger), eine zweiundfünfzigjährige Versicherungsangestellte in Hamburg, ist einsam. Zu Hause hat sie nur einen Kanarienvogel als Mitbewohner, und selbst ihre beste Freundin Beate Sperber (Renate Krößner) spöttelt insgeheim über "die zu kurz gekommene alte Schachtel".

Bei einer Lesung verliebt Rosi sich in den Autor des Buches "Versuch über die Liebe": Rainer Witold Engstern (August Zirner).

Im Büro sucht sie Engsterns Adresse aus dem Telefonbuch heraus. Am Abend fährt sie langsam durch die Straße, in der er wohnt, und weil sie dabei auf sein Haus schaut, übersieht sie ihn, wie er vor ihr joggt und überfährt ihn beinahe.

Sie kauft sich auch sein zweites Buch: "Unsere trügerischen Herzen".

Am Abend führt sie den Spaniel ihrer Nachbarin, die im Krankenhaus operiert wird, vor Engsterns Bungalow aus. Durch die Fensterfront beobachtet sie einen Streit des Ehepaars Engstern. Plötzlich hält Hilke Engstern (Petra Wolf) eine Pistole in der Hand, aber Rainer entreißt sie ihr. Hilke schreit: Bücher von Dieter Wunderlich "Wenn ich nicht mit ihm geschlafen hätte, wäre deine Scheiße nie gedruckt worden!" Rainer schießt sie nieder. Ohne zu überlegen, läuft Rosi ins Haus, flößt dem Schriftsteller eine halbe Flasche Schnaps ein, und als Hilke sich noch einmal regt, schießt Rosi sie endgültig tot. Den Tatort richtet sie so her, dass es wie ein Raubüberfall aussieht. Die Pistole nimmt sie mit. Von einer Telefonzelle aus alarmiert sie die Polizei: "Ich habe Schüsse gehört."

Bei einem Treffen im Hirschpark bedauert Rainer Engstern, dass er seine Retterin wegen der polizeilichen Ermittlungen nicht häufiger sehen könne, aber sie hat eine Idee: Sie richten es so ein, dass sie sich wie zufällig auf dem Volksfest Dom treffen. Rosi geht mit Beate hin, und Rainer bringt seinen Freund, den Apotheker Ernst Schröder (Nikolaus Paryla), mit. Beate erkennt den Schriftsteller anhand der Fotos in seinen Büchern, flirtet mit ihm und küsst ihn beim Brüderschafts-Trinken auf den Mund.

Als Rosi feststellt, dass Rainer und Beate sich häufiger treffen, stößt sie ihre Freundin, die nicht schwimmen kann, bei einem Spaziergang von einer Brücke in die Alster.

Rainer kommt mit der Nachricht von Beates Tod zu ihr – und gesteht ihr, dass er sich durch die Bekanntschaft mit Beate in deren Tochter Vivian Hellmann (Loretta Pflaum) verliebt habe. Rosi versucht ihm daraufhin einzureden, dass Beate sich deshalb das Leben genommen habe.

Bei ihrer Befragung durch Kommissar Steiner (Ulrich Matthes) lügt sie, Beates verheirateter Geliebter Jürgen Faltermayer (Rudolf Kowalski) sei eifersüchtig gewesen, weil Beate ein Auge auf ihren Schwimmlehrer geworfen habe.

Um Beate über den vermeintlichen Schmerz nach dem Verlust ihrer besten Freundin hinwegzuhelfen, unternehmen Rainer, Ernst, Ernsts Ehefrau Scarlett (Saskia Vester) und Kitty (Emanuela von Frankenberg), eine Angestellte des Verlags, in dem Rainers Bücher erscheinen, mit ihr einen Wanderausflug. Nachts beobachtet Rosi, wie sich Scarlett zu Rainer schleicht und es mit ihm treibt. Als Scarlett danach ein Bad nimmt, wirft Rosi ihr einen Föhn ins Wasser und tötet sie.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Inzwischen hat Kommissar Steiner durchschaut, wer Hilke Engstern und Beate Sperber ermordet hat. Rosi erschießt ihn kaltblütig in ihrer Wohnung. Dann holt sie Rainer und zeigt ihm, dass sie den Kommissar mit seiner Pistole erschossen hat. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als ihr bei der Beseitigung der Leiche zu helfen. Sie fahren an die Alster und setzen Steiner hinter das Steuer seines Wagens. Dann übergießt Rainer alles mit Benzin, lässt den Motor an und presst einen Ziegelstein aufs Gaspedal. Als der Wagen nach vorne schießt, bleibt Rainer mit seiner Kleidung daran hängen und wird mit in die Tiefe gerissen.

Rainer überlebt den Sturz und die Explosion. Aber er hat seinen Verstand verloren und wird in eine Irrenanstalt eingewiesen. Dort besucht Rosi ihn jeden Tag. Bei schönem Wetter sitzt sie mit ihm auf einer Anlagenbank und erzählt ihm beispielsweise, dass Vivian und ihr Mann ein Kind bekommen haben. Dass Rainer nur stumm vor sich hin glotzt, stört Rosi nicht. Sie ist glücklich.

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Filmkritik:

Hermine Huntgeburth verfilmte Ingrid Nolls 1991 veröffentlichten Roman "Der Hahn ist tot". Es handelt sich um eine makabre, rabenschwarze und sehr vergnügliche Kriminalgroteske mit gut gesetzten Pointen und einer überzeugenden Besetzung.

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

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