Francis Girod: Trio Infernal
mit Michel Piccoli, Romy Schneider u.a.
      Kritik:
Francis Girod inszenierte die rabenschwarze – von einer wahren Begebenheit inspirierte – Groteske "Trio Infernal" mit viel Witz und einer Reihe origineller komisch-makabrer Einfälle. Filmkritik
 

Trio Infernal

 
  Inhalt:
Ein hoch angesehener französischer Rechtsanwalt und seine beiden deutschen Geliebten sorgen dafür, dass kranke alte Männer nicht ohne eine Lebensversicherung sterben, von der die Betrüger profitieren. Um sich zu bereichern, schreckt das Trio auch vor einem blutigen Doppelmord nicht zurück. Inhaltsangabe, Handlung



Trio Infernal - Originaltitel: Trio Infernal - Regie: Francis Girod - Drehbuch: Francis Girod und Jacques Rouffio, nach einem Roman von Solange Fasquelle - Kamera: Andréas Winding - Musik: Ennio Morricone - Darsteller: Michel Piccoli, Romy Schneider, Mascha Gonska, Andréa Ferreol, Monica Fiorentini, Jean Rigaux u.a. - 1974; 85 Minuten
   


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Francis Girod: Trio Infernal

Inhaltsangabe:

Marseille in den Zwanzigerjahren: Philomene Schmidt (Romy Schneider), eine bildschöne junge Deutsche, die als Pflegerin einer Greisin angestellt ist, steht nach deren Tod auf der Straße. Ihr Liebhaber, ein älterer Franzose namens Villette (Jean Rigaux), gibt vor, sie nicht heiraten zu können, weil eine Scheidung von seiner seit dem Krieg verschollenen Ehefrau nicht möglich sei. Da springt der in die Ehrenlegion aufgenommene geldgierige Rechtsanwalt Georges Sarret (Michel Piccoli) ein und legt Villette gefälschte Dokumente über den Tod seiner Frau vor. Nun steht einer Heirat nichts mehr im Wege. Fast gleichzeitig werden Philomene und ihre Schwester Catherine (Mascha Gonska) die Geliebten des Anwalts. Nach Villettes baldigem Tod bedauert Georges, keine Lebensversicherung für ihn abgeschlossen zu haben.

Diesen Fehler vermeidet er, als er den kranken Rentner Detreuil überredet, eine junge Deutsche zu heiraten, die in Frankreich bleiben und deshalb die französische Staatsangehörigkeit annehmen möchte. Diesmal ist Catherine die Braut. Georges findet auch noch einen gesunden Komplizen, Chambon, der bereit ist, sich für Detreuil auszugeben und eine Lebensversicherung zu Catherines Gunsten abzuschließen. Nach Detreuils Tod und der Auszahlung der Versicherungssumme zieht Georges erst einmal seine angeblichen Ausgaben davon ab, den Rest teilt er durch zwei: eine Hälfte für sich und eine Hälfte für seine beiden Geliebten.

Um sicherzugehen, will Georges als nächstes Chambon aus dem Weg räumen. Da trifft es sich gut, dass dieser mit einer steinreichen Pfandleiherin verheiratet ist: Noemie (Andréa Ferreol). Weihnachten laden Georges, Philomene und Catherine das Paar ein. Während Noemie und Philomene in der Küche das Geschirr spülen, klimpert Catherine so laut auf dem Flügel, dass der Pistolenschuss nicht zu hören ist, mit dem Georges den Hausherrn niederstreckt. Dann nimmt Georges ein Gewehr aus dem Waffenschrank, geht ins Freie, nickt Noemie freundlich durchs Küchenfenster zu – und erschießt sie. Das Trio zerrt die Leichen ins Badezimmer und legt sie in zwei mit Säure gefüllte Badewannen, damit sie sich auflösen.

Ein anderer Komplize, der sich als Chambon ausgibt, beauftragt Georges im Beisein eines Notars mit dem Verkauf des Hauses der Getöteten.

Durch einen weiteren Betrug kommt Georges auch noch an die Lebensversicherung, die er im Namen des todkranken Schuhmachers Di Lorenzo abschließen ließ.

Inzwischen hat Georges beschlossen, in die Politik zu gehen. Um den Weg frei zu machen, sorgt er dafür, dass einer der Kandidaten für die anstehenden Wahlen durch Fotografien kompromittiert wird, die ihn mit anderen Frauen in flagranti zeigen.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Zur Tarnung variiert Georges die Methode: Als nächstes schließt er für Catherine eine hohe Lebensversicherung ab und schickt Philomene los, eine junge, sterbenskranke Waise zu finden, die dann als Catherine ausgegeben werden soll. Bücher von Dieter Wunderlich Philomene tut so, als sei sie eine reiche, wohltätige Witwe und findet tatsächlich eine schwindsüchtige junge Frau (Monica Fiorentini) ohne Angehörige, deren Pflege im Hospital zu viel Arbeit macht. Das Trio holt das Mädchen zu sich ins Haus. Catherine muss Dienstmädchen und Krankenpflegerin in einer Person spielen. Um den Tod zu beschleunigen, nimmt Georges die Lungenkranke nachts mit in ein Spielcasino und bringt Catherine dazu, die Erschöpfte anschließend in ihrem Bett zu verführen. Wider Erwarten blüht das lesbische Mädchen dabei auf. Da stürzt Catherine sich verzweifelt aus dem Fenster.

Im Trauerzug flüstet Georges Philomene zu, dass die Lebensversicherung gezahlt hat. Bald darauf heiraten die beiden.

Filmkritik:

Francis Girod inszenierte diese rabenschwarze Grosteske "Trio Infernal" mit viel Witz und einer Reihe origineller komisch-makabrer Einfälle.

Der Fall eines geldgierigen Rechtsanwalts in Marseille, der 1934 zum Tod verurteilt und enthauptet wurde, lieferte die Vorlage für "Trio Infernal".

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2003

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Francis Girod: Ein perfekter Freund



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