Gabriele Wohmann : Eine souveräne Frau

Eine souveräne Frau

Gabriele Wohmann

Eine souveräne Frau

Eine souveräne Frau. Die schönsten Erzählungen Hg.: Georg Magirius Aufbau Verlag, Berlin 2012 ISBN: 978-3-351-03393-4, 287 Seiten, 19.99 € (D)
Buchbesprechung

Inhaltsangabe

Ein unwiderstehlicher Mann – Käme doch Schnee – Der Strom – Große Liebe – Die Bütows – Flitterwochen, dritter Tag – Eine souveräne Frau – Hilfe! – Die Inselkrankheit – Wer kommt in mein Häuschen – Ein russischer Sommer – Der grüne Kuss – Deutsche Antworten – Kurz ist besser – Die Schönste im ganzen Land – Nennen wir es Parkhotel – Im Karijini-Park – Schweizer Messer – Vanessas Salon – u. a.
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Kritik

Gabriele Wohmann veranschaulicht Egoismus und Lieblosigkeit, Gleichgültigkeit, Gedankenlosigkeit und Kommunikationsschwierig-keiten. Ehe, Partnerschaft und Familie werden von den Frauen als Einengung erlebt.
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Ein unwiderstehlicher Mann

aus: Gabriele Wohmann: Erzählungen, Verlag Langewiesche-Brandt, Ebenhausen 1966

Die 39-jährige Französin Marcelle verbringt die Sommerferien bei ihrer besten Freundin Brenda und deren Ehemann Allan Dennet in Kalifornien. Brenda Dennet ist Bühnenbildnerin, Allan Dennet Architekt. Marcelle verliebt sich heimlich in den zwei Jahre jüngeren Amerikaner.

Im Spätherbst erfährt Marcelle aus Briefen ihrer Freundin, dass Allan eine Geliebte hat, die nun ebenso wie seine Ehefrau von ihm schwanger ist. Um Brenda beizustehen, besucht Marcelle die Dennets über Weihnachten. Auch Allans Geliebte Sally Whitebrook ist da. Nachdem Brenda und Sally zu Bett gegangen sind, redet Allan noch mit Marcelle und fragt sie, was er tun soll, denn seine Frau verlangt eine Entscheidung von ihm. Marcelle sagt:

„Mein einziger Rat ist, dich zu erschießen. Ich kannte einen Franzosen, der das in einem ähnlichen Fall tat. Und es war noch nicht einmal so verzwickt bei ihm.“

Dann schluckt sie Beruhigungspillen, wie es Brenda und Sally auch taten, und legt sich schlafen.

Allan erscheint nicht zum Frühstück. Später findet Brenda seine Leiche. Er hat sich erschossen.

Brenda erholte sich leichter von Allans Tod als von seiner Untreue.

Sally findet einen guten, etwas beschränkten jungen Mann, der bereit ist, sie zu heiraten und die Vaterschaft für das Kind zu übernehmen. Im April kommt Aline Dennet zur Welt, zwei Monate später Sallys Tochter Alice Turpin.


Käme doch Schnee

aus: Gabriele Wohmann: Sieg über die Dämmerung, Piper Verlag, München 1960

Eine verwitwete Frau, die einen Sohn namens Michel hat, trifft sich jeden Tag mit einem Mann im Freien und setzt sich mit ihm auf eine Anlagenbank an der Straße nach Loms. Dort braucht sie nicht zu befürchten, dass jemand vorbeikommt, der sie kennt. Der Mann weist darauf hin, dass es im Winter zu kalt sein wird, um hier zu sitzen, und er drängt sie, ihn mit in ihre Wohnung zu nehmen. Sie meint auch, dass es so nicht weitergehen könne, aber sie denkt dabei an etwas anderes: Wenn jemand von ihrer Beziehung erführe, würde man sie nicht nur für eine untreue Witwe halten, sondern auch für eine Rabenmutter. Als der Mann ihr einen Heiratsantrag macht, atmet sie auf: Durch die Eheschließung bekäme Michel wieder einen Vater. Aber da fliegt ein Schwarm schwarzer Vögel auf, und das Geschrei klingt wie Gelächter.

Von dem Mann und der Frau erfahren wir weder Namen noch Vorgeschichte. Der Nebel symbolisiert wohl die unsichere Zukunft des Paares, seine „schneeflockenweiße“ Farbe die Liebe, die „schwarzen Akazienarme“, die ihn mit „einer Gebärde starrer Verzweiflung“ zurückhalten, deuten die Gefährdung der Beziehung an, und die schwarzen Vögel – Krähen – stehen für die Mitmenschen, deren Getuschel die Frau fürchtet.


Der Strom

aus: Gabriele Wohmann: Sieg über die Dämmerung, Piper Verlag, München 1960

Lisse sitzt im Sessel neben der Heizung und erzählt von dem Tabakpflanzer, Röster und Bierbrauer Beffe, den sie vor vielen Jahren kannte. Sie wollte ihm das Schwimmen beibringen, aber bevor das Frühjahr kam und es ermöglichte, ertränkte er sich im Strom, und seine Leiche verfing sich im Schilf.


Große Liebe

aus: Gabriele Wohmann u. a.: „Große Liebe“ und andere Liebesgeschichten von heute, Kurt Desch Verlag, München 1968

Die Ich-Erzählerin begleitet ihren mit einer anderen Frau verheirateten Liebhaber Alfred Hecht zu einer Literaturtagung. Dort lernt sie Egbert Stiehl und dessen Braut Lisabeth kennen. Während Lisabeth sich schüchtern im Hintergrund hält, setzt Stiehl sich bei jeder Gelegenheit neben Hechts Begleiterin und folgt ihr auch sonst auf Schritt und Tritt. Er ist Lehrer an einer zweiklassigen Volksschule in Kelk. In seiner Freizeit schreibt er Gedichte. Die trägt er nun der Protagonistin vor, aber sobald Hecht dazukommt, hört er damit auf, denn das ist schon zu viel Öffentlichkeit für ihn. Nach der dreitägigen Veranstaltung verabschiedet die Ich-Erzählerin sich am Bahnsteig zuerst von Egbert Stiehl und seiner Braut, dann von Alfred Hecht und fährt allein nach Hause.

Sie gab gerade ihre Tätigkeit als Musiklehrerin auf und wird in einer Woche als Hilfskraft in einer Bibliothek anfangen. Einem Onkel zuliebe hatte sie im Alter von sieben Jahren angefangen, Geige zu spielen. Dass sie von der Musik zu Büchern wechselt, wird in der Familie als beruflicher Abstieg gewertet. Man ist von ihr enttäuscht.

Nach einer Weile spielt sie mit dem Gedanken, ihrem Geliebten einen gemeinsamen Besuch bei Egbert Stiehl in Kelk vorzuschlagen. Aber dann fährt sie allein hin und überrascht den Lehrer, der mit seiner Mutter über den Klassenzimmern der Schule wohnt.

Bald darauf besucht Alfred sie und kündigt an, dass er sich von seiner Frau scheiden lassen werde.

Kurz vor Weihnachten kommt er erneut vorbei, und beim Abschied gesteht er verschämt, dass seine Frau sich gegen eine Trennung sträubt.

Am selben Tag erhält die Erzählerin ein Päckchen von Egbert Stiehl. Es enthält ein Pappbändchen mit Gedichten von ihm: „Heimatlos. Alte und neue Verse eines Weggenossen“.

Zwei Tage nachdem sie ihm in einem Brief ihren Liebeskummer angedeutet und ihr Elend in der Bibliothek geschildert hat, trifft ein dickes Kuvert ein. Statt eines Briefes enthält es eine sieben Seiten lange Elegie mit dem Titel „Lebensfurt“.

Zuerst wollte ich glauben, unsere Botschaften hätten sich unterwegs gekreuzt: Aber dann entdeckte ich ein Postskriptum: er wolle ganz den „Dorfpoeten“ zu Wort kommen lassen, jene Stimme, die aus ihm spreche, sphinxhaft und unbekannt.

Ende März, bei einer Aufführung der Oper „Rodrigo“ von Georg Friedrich Händel, entdeckt sie Alfred Hecht und sorgt in der Pause dafür, dass er auf sie aufmerksam wird. Sie ist mit ihrer Chefin, ihrem früheren Verlobten und dessen Ehefrau da, Hecht in Begleitung einiger anderer Herren. Nach der Vorstellung richten sie und Hecht es so ein, dass sie allein zurückbleiben und verbringen dann eine aufregende Liebesnacht miteinander.

Im August plant das Liebespaar einen gemeinsamen Urlaub auf der Insel Norddamm. Sie fährt bereits zwei Tage früher als abgesprochen hin und will ihn vom Schiff abholen. Aber er kommt nicht. Erst am nächsten Morgen erhält sie Post von ihm: Jemand sei krank geworden und er könne nicht weg, schreibt er. Nach ein paar Tagen taucht überraschend Egbert Stiehl mit seiner Mutter auf. Dass sie hier ist, erfuhr er von ihrer Mutter. Die Pension ist voll, aber er bezieht das für Alfred Hecht reservierte Zimmer, und seine Mutter wird notdürftig im Souterrain untergebracht. Von Lisabeth hat Egbert Stiehl sich inzwischen getrennt.

Anfang September sind wir bei Regen abgereist, und ich unterbrach die Fahrt in Kelk, es liegt auf dem Weg. Meine Kündigung wurde im Büro aufgenommen, als habe man sie erwartet. Am 1. Oktober haben wir geheiratet, Stiehl und ich, immer noch braun von der See.

Ob dies eine glückliche Ehe wird, bleibt offen, aber der Beginn der Erzählung lässt nichts Gutes erwarten:

Jetzt, danach, einen Herbst später, ist Besserwissen billig. Aber es liegt mir nun einmal, und ich spreche mich mitunter grämlich an: Hättest du damals gewusst, wozu es führen würde. Doch auch dann wäre ich mit Alfred zur Tagung gefahren. […] Aber wie hätte ich mich denn vor einem Jahr, in den besten Wochen mit Alfred, fürchten sollen vor Egbert Stiehl?


Die Bütows

aus: Gabriele Wohmann: Die Bütows, Eremiten-Presse, Stierstadt i. Ts. 1967

Karl Bütow ist Pharmazeut. Da ist es praktisch, dass er eine Apothekerin heiratete. Inzwischen führt er Elses Apotheke, und sie sorgt für die Kinder und den Haushalt.

Else schafft jetzt alles ohne fremde Hilfe. Die Kinder kann sie zu immer größeren Aufgaben heranziehen.

Die Bütows verachten Kranke, legen großen Wert auf Ertüchtigung und sind im Theater auf Premieren abonniert. Sie haben eine deutsche Dogge, die aufs Wort gehorcht. Als Karl auf der frisch gebohnerten Treppe der Schwiegermutter stürzt, verlangt er Schadenersatz. Aus Prinzip, wie er sagt.

Der Kleinste war jetzt vier. Die Eltern werden ihn insgesamt jeder schätzungsweise zweihundert Mal geschlagen haben, im ersten Lebensjahr noch gar nicht. Alle Bütow-Kinder sind vorzüglich erzogen. […] Die Bütows bestrafen ihre Kinder sehr gern vor Zeugen. Scham verschärft den Schmerz der Schläge.

Das Zweitälteste […] hat eine Zeit lang um einen eigenen Vogel gebettelt: ein ziemlich unwürdiges Verhalten für einen Bütow. Um dieses etwas aufsässigere Kind abzulenken, ließ man ihm Musikunterricht erteilen. Zwar ist es so wenig musikalisch wie alle Bütows – umso besser, umso härter die Schulung.

Dass die Bütows gute Eltern sind, habe ich sicher bereits erwähnt.


Flitterwochen, dritter Tag

aus: Gabriele Wohmann: Ländliches Fest und andere Erzählungen, Hermann Luchterhand Verlag, Berlin / Neuwied 1968

Die Ich-Erzählerin ist mit ihrem Mann Reinhard in den Flitterwochen. Sie sitzen auf der Terrasse einer Bierkneipe mit Blick aufs Meer. Während sie seine Warze anstarrt, die wie ein Polyp, eine Narrenkappe oder auch ein Traum von Antoni Gaudí aussieht, redet er davon, dass sie ihre Anstellung als Bürokraft kündigen werde. Sie brauche nun nicht mehr zu arbeiten, meint er.

Reinhard redete, und ich habe eine Zeit lang nicht zugehört, weil ich – ich hätte schon ganz gern gewusst, ob das nicht weh tat, wenn mehr als nur ein Hemd auf die Warze Druck ausübte. Organisation, Schatz, sagte Reinhard, und er ist nicht nur billiger bei diesem Großhändler, es ist einfach besserer Tee. Weitere Stella Artois, die Schwüle war mir recht, das Meer lieb und wert, egal Reinhards Seitensprünge durchs Fernglas. Die leicht bekleidete Krake, der vertrauliche Vielfuß, Verruca die Warze. Freust du dich, Schatz? Reinhard war mir jetzt näher. Auf alles, Schatz? Und was man so sagt. Es war nett.


Eine souveräne Frau

aus: Gabriele Wohmann: Paarlauf, Hermnn Luchterhand Verlag, Darmstadt / Neuwied 1979

Astrid und Bernd Offenheim sitzen nachmittags mit Anatol und Regina Zech im Café Herrlinger in Wien. Anatol Zech ist Psychologe mit medizinischem Vollstudium und Chef einer psychiatrischen Klinik in Luzern. Astrid und Bernd wohnen in Neustadt an der Rems.

Ein wenig peinlich war es ja zwar immer, sich aus einer kleineren geselligen Gruppierung in Richtung WC zu entfernen, und nie bekam Astrid diese gewisse träumerische Beiläufigkeit hin, die sie sich jedes Mal abverlangte.

Beim Blick in den Spiegel gewinnt Astrid einen überraschend günstigen Eindruck von sich selbst. Mit frischem Selbstvertrauen kehrt sie zu den anderen zurück.

Das Thema Altwerden wäre jetzt gut, gleich bei ihrer Rückkehr an den kleinen runden Marmortisch, um den sie zu viert nur leider zu eng gruppiert waren.

Regina Zech prahlt mit ihren beiden fast erwachsenen Töchtern.

Wie dissonant und missmutig sie doch den furchtbar positiven Kram aus ihrem fabelhaften Familienleben auspackte.

Bei solchen Töchtern, normal erwachsen werdenden Töchtern, sagte Astrid, eine Atempause von Regina nutzend, bleibt es einem wohl nicht erspart zu merken, dass man selber älter und älter wird, ich meine: als Mutter. […]
Regina sah gewappnet aus. Das schon etwas ausgeleierte Vorwarnsystem funktionierte, und Reginas Gesicht verfaltete sich verdrossen abwehrbereit für das Phänomen Altwerden. Speziell im Leben einer Frau.

Als Astrid sich darüber beklagt, dass man als Frau kaum noch Komplimente bekomme, entgegnet Regina:

Lieber Himmel, in welchen Zeiten leben Sie denn, Astrid, […] wie grausig altmodisch sich das anhört. Wer fragt denn heutzutage noch nach Komplimenten! Von Männern!

Am Abend wollen die Zechs sich die Oper „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti „antun“. Deshalb müssen sie nun los. Während die Bedienung mit ihrem Block am Tisch steht, ziehen die Männer ihre Brieftaschen und wirken dabei „wie von schwerer Lähmung befallen“.

Anatol, als Schweizer, wurde natürlich Sieger in diesem Wettstreit der Trägheiten, und Bernd blätterte mit dem Ausdruck von schwerem Ernst und tiefer Unlust entsetzlich viele Schillingnoten auf den Marmortisch. Anatol hatte Wenn sie durchaus drauf bestehen gesagt, und Regina war ein letztes Mal in eine kritische Stellungnahme zum Apfelstrudel geraten.

Nun haben wir gar nicht mehr von Tilla geredet, sagt Astrid beim Verabschieden.

Astrids und Bernds Tochter Tilla ist Patientin in Zechs psychiatrischer Klinik in Luzern.


Hilfe!

aus: Gabriele Wohmann: Verliebt, oder? Sammlung Luchterhand, Darmstadt / Neuwied 1983

Stephan Speicher war zweiter Kassierer bei der Kreissparkasse in Mönchengladbach. Inzwischen wohnt der 56-Jährige in Trier und betätigt sich als Heilpraktiker. Er habe hier von einer Tante ein freistehendes Haus geerbt, erzählt er Ida Schapiro, einer zwölf Jahre jüngeren geschiedenen Frau, die aus Braunschweig stammt und jetzt mit ihrer 16-jährigen Tochter Bettina ebenfalls in Trier lebt. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Verein der Freunde des Literatur-Archivs und trifft sich donnerstags mit Stephan Speicher im Tiefenbrunn zu Gesprächen über Lyrik.

Es dauert lang, bis sich die beiden mit den Vornamen ansprechen, und dann vergeht noch einmal einige Zeit, bis sie zum Du wechseln. Aber seine Adresse verrät Stephan Speicher noch immer nicht. Ida glaubt nur zu wissen, in welcher Straße sich das Haus befindet. Als sie dort vorbeikommt, ist ihr, als hätte sie den Hilfeschrei einer Frau gehört, doch weil sie viel von Trickbetrügern gelesen hat, die Notlagen vortäuschen, achtet sie nicht weiter darauf.

Sie ist verliebt, träumt von einer neuen Ehe und davon, mit Stephan in einem freistehenden Haus zu wohnen.

Endlich lädt er sie ein. Ida klingelt. Er öffnet. Ida sieht, dass er nicht allein ist und geht enttäuscht auf die „kleine runde schreiende alte Frau“ zu: seine 78-jährige verrückte Tante Bella.


Die Inselkrankheit

aus: Gabriele Wohmann: Verliebt, oder? Sammlung Luchterhand, Darmstadt / Neuwied 1983

Konrad Strauß, ein Angestellter in der Göppinger Filiale von Mack und Wellis-Elektro-AG, macht mit seiner Ehefrau Maria Urlaub auf einer Insel. Weil unter den Tieren auf der Insel offenbar eine Seuche ausgebrochen ist, verlangt er vom Kurdirektor einen Rabatt, kann sich aber mit seiner Forderung nicht durchsetzen. Im Kopf setzt er deshalb einen Brief an die Kurdirektion auf:

Bedenken Sie bitte vor allem, dass man als berufstätiger Mensch in seinem Jahresurlaub keinesfalls mit unheimlichen Erscheinungen konfrontiert werden möchte. Was meine Frau und ich suchten, war Erholung, was wir fanden, war eine Seuche unter Tieren, war eine Inselkrankheit und Blindheit und Tollheit.


Wer kommt in mein Häuschen

aus: Gabriele Wohmann: Der kürzeste Tag des Jahres, Hermann Luchterhand Verlag, Darmstadt / Neuwied 1984

Felix und seine Mutter wohnen in Ulm. Weil Felix sagt, er fühle sich nicht wohl, darf er bis Mittag im Bett bleiben und braucht nicht zur Schule zu gehen. Aber am Nachmittag schickt die Mutter ihn zum Training.

Aus Furcht vor den anderen Jugendlichen schwänzt er das Training und geht am Donau-Ufer entlang. Unerwartet sieht er dort seine Mutter, die als Heilgymnastikerin arbeitet und an diesem Nachmittag einen Hausbesuch machen wollte. Stattdessen geht sie zum Wasser. Felix befürchtet, dass sie ihn schimpfen werde, aber sie erlebt ihn als Schutzengel, breitet die Arme aus und ruft „Wer kommt in mein Häuschen?“ Felix läuft zu ihr.


Die Liebe zu den kalten Ländern

aus: Gabriele Wohmann: Ein russischer Sommer, Hermann Luchterhand Verlag, Darmstadt / Neuwied 1988

Thomas‘ Eltern bereisen Marokko mit einem VW-Kombi. Mindestens einmal im Jahr benötigen sie so ein Abenteuer. Ihr Sohn wohnt währenddessen bei Freunden.

Sie bereiten zusammen eine Party vor, aber die Gäste sagen wegen einer Erkrankung ab. Abends trinken Jobst und Ellis ebenso wie ihre Tochter Bettina von der Pfirsich-Bowle, nur Thomas nicht, denn er hat Rasierwasser hineingekippt. Am nächsten Morgen ist er der Einzige, der aufsteht.


Ein russischer Sommer

aus: Gabriele Wohmann: Ein russischer Sommer, Hermann Luchterhand Verlag, Darmstadt / Neuwied 1988

Die Familie stellt den Gartentisch auf und verteilt acht große Puppen auf die Stühle, die Liege und die Hängematte.

Ich möchte nicht ein zweites Mal jemanden vom Sozialamt oder die Gemeindeschwester vertreiben müssen oder gar, wie vor einer Woche, zwei freundliche Polizisten.

Wir hier, kleinste Zelle des Staates, kleine Familie, mehr Puppen als Menschen im Haushalt, wir verhalten uns so extrem, weil meine Schwester den Verstand verloren hat.

Alex mischt der Schwester überflüssig gewordenes Rattengift in die Suppe.

Wenn die Schwester sich ständig etwas elend fühlt, über Kopf- und Magenschmerzen klagt, behält sie, indem sie ihr Unwohlsein wahrnimmt, doch wenigstens ihr bisschen Verstand.

So helfen wir der Schwester nach Kräften, nicht auch noch unter dem Unglück der Geistesgestörtheit zu leiden.


Der grüne Kuss

aus: Gabriele Wohmann: Kassensturz, Luchterhand-Literaturverlag, Frankfurt/M 1989

Justine soll im Winter mit einer Poetik-Dozentur beginnen. Anfangs prahlte sie damit, aber jetzt ärgert sie sich über ihre Zusage, denn sie empfindet ihren Beruf wie eine Zwangsjacke.

Der arbeitslose Akademiker Lebrecht, der seit vier Jahren ihr Lebensgefährte ist, mäht gerade den Rasen. Von ihm fühlt Justine sich ebenso wenig verstanden wie von den Studenten in Regensburg zu Beginn ihrer Karriere.


Deutsche Antworten

aus: Gabriele Wohmann: Er saß in dem Bus, der seine Frau überfuhr, Luchterhad-Literaturverlag, Hamburg / Zürich 1991

Karl Landmann arbeitet seit 17 Jahren im Nordhessischen Landesstudio.

Im November 1989 berichtete er von den DDR-Bürgern, die über die Grenze kamen. „Berauscht vom steilen Wohlstandsgefälle“ übernahmen Karl und Freya Landmann eine Art Patenschaft für die in kärglichen Verhältnissen in Eisenach wohnende Familie Rehberger. Inzwischen ist ihnen die Verpflichtung lästig geworden, denn seit es den Rehbergers besser geht, besuchen sie ihre Wohltäter.

Vor der Wiedervereinigung hatten die Landmanns ihre Fahrten in die DDR genossen, obwohl die Grenzabfertigung bei ihnen zumeist besonders lang dauerte, weil sie mit ihrem Autotelefon auffielen. Was war schon eine Fernreise gegen diese Erlebnisse?

Karl Landmann bereitet zur Zeit ein örtliches Hearing vor, bei dem sieben Teilnehmer-Ost aufsagen dürfen, welche Werte sie beibehalten möchten.


Kurz ist besser

aus: Gabriele Wohmann: Die Schönste im ganzen Land, Piper Verlag, München 1995

Das Kind beschwert sich über die kurze Gute-Nacht-Geschichte, aber die Mutter zieht es zu ihrem Liebhaber. Kaum ist dieser zum Orgasmus gekommen, zieht sie sich wieder an und eilt nach Hause. Den murrenden Babysitter muss sie für die gesamte zuvor vereinbarte Zeit bezahlen.

Schläfst du? Die Mutter fragte ins dunkle Zimmer hinein. Keine Antwort. Ich weiß, dass du nicht schläfst. Sie lachte nach Komplizenart.
Doch, sagte das Kind.
Aber wenn ich weiter erzähle?, fragte sie.
Nein. Kurz ist besser, fand das Kind.


Die Schönste im ganzen Land

aus: Gabriele Wohmann: Die Schönste im ganzen Land, Piper Verlag, München 1995

Limona Miller ist Topmodel. Ihr Manager übt mit ihr für einen wichtigen Interview- und Fototermin im Grand Hotel und schärft der als Hannegret Kittelmann in Ratingen aufgewachsenen Schönheit ein, den Ruhrpott-Dialekt zu unterdrücken und stattdessen so zu tun, als spräche sie nur noch englisch und tue sich mit der deutschen Sprache inzwischen schwer. Erst als Limona Miller aus der Maske kommt und völlig anders aussieht, fühlt sie sich sicherer und probiert:

Isch liebe maine Haimand sähr … am … unt isch bin … am … immä ain natürlische Mänsch geblieben .. am … well, das wärde isch blaibe, however … Gut?

Ihre Eltern stehen am nächsten Tag zeitig auf, denn sie wollen die Tochter im Frühstücksfernsehen nicht verpassen, zumal sie durch ein Telegramm des Agenten bereits erfahren haben, dass das vielbeschäftigte Topmodel keine Zeit für einen Besuch hat.

Im Fernsehen verfolgen die Eltern, wie die Tochter sich als häuslich bezeichnet. Sie sei zwar zwar in einer Diskothek entdeckt worden, aber nur selten ausgegangen, behauptet sie. Sie rauche nicht, trinke keinen Alkohol und könne so viel essen wie sie wolle. Einen festen Freund habe sie nicht. Die Eltern erkennen ihre Tochter kaum wieder.

Aber was war mit all diesen Heinis, die sich, schon als sie noch nicht mal fünfzehn war, mit ihr in die Wohnung und rauf in ihr Zimmer geschmuggelt hatten?


Nennen wir es doch Parkhotel

aus: Gabriele Wohmann: Die Schönste im ganzen Land, Piper Verlag, München 1995

Hildegard Reichel und ihre Freundin Irmtraut Kelcher haben vor einiger Zeit ein Hotel übernommen und unter dem neuen Namen Parkhotel am Stintersand wiedereröffnet.

Als sich eine Frau mit zwei schwarzen Reisetaschen, die für eine Übernachtung reserviert hat, nach dem Park erkundigt, weiß Hildegard Reichel, dass sie einen schwierigen Gast vor sich hat.

Andere Gäste akzeptierten das Naturgelände unterhalb der Südfenster ohne Rückfragen als Park, in den warmen Jahreszeiten, Frühjahr, Sommer, Frühherbst, setzten sie sich auf die weißen Gartenstühle unter die fröhlich gelb und grün und rot gestreiften Sonnenschirme, verdammt, sie genossen es einfach, Park hin, Park her.

Wie befürchtet, fragt die Frau im weiteren Verlauf immer wieder nach Dingen, die es im Parkhotel nicht gibt wie zum Beispiel Zeitungen und Hotelbriefpapier. Außerdem bemängelt sie, dass es im Zimmer nicht warm wird. Als sie einen Espresso möchte, lügt Hildegard Reichel, die Maschine sei am Vortag kaputt gegangen und der Handwerker noch nicht da gewesen. Sie bietet der lästigen Frau einen Filterkaffee an. Diese schreibt schließlich ins Gästebuch

Schöne Gegend, schön öde, und der Kaffee war wirklich gut.


Vor Tische las mans anders

aus: Gabriele Wohmann: Abschied von der Schwester, Pendo Verlag, Zürich 2001

Nach einer längeren Zeit, in der Emma wegen einer Gehbehinderung niemanden mehr bewirtet hat, überredet ihr Ehemann Anzio sie dazu, sich endlich wieder einmal als Gastgeberin zu versuchen und seinen alten Freund Pavel einzuladen, der Filme über Dichter dreht und auch selbst Lyrik schreibt. Emmas jüngere Schwester will ihr in der Küche zur Hand gehen, aber das lässt sie nicht zu.

Bevor Emma das Essen aufträgt, geht sie noch ins Bad im ersten Stock, denn sie möchte nicht nur die kahle Stelle im Haar richten, sondern auch etwas Rouge auflegen, um weniger grau auszusehen. Doch im Bad stürzt sie. Ihre Schwester, ihr Mann und dessen Freund eilen zu ihr. Anzio hilft ihr aufzustehen. Emmas Schwester fällt auf, dass Pavel währenddessen im Wandspiegel sein Aussehen überprüft.

Emma beschuldigt sich, den anderen den Abend verdorben zu haben.


Im Karijini-Park

aus: Gabriele Wohmann: Schwarz und ohne alles, Aufbau Verlag, Berlin 2008

Der Biologe Paul verbringt ein Sabbatical am Perth Institute. Amanda, die er bereits am zweiten Tag kennenlernte und inzwischen seine feste Freundin ist, will unbedingt in den Karijini-Park. Für Biologen sei der Besuch dieses Nationalparks ein Pflichtprogramm, meint sie und besteht darauf, in einem Auto ohne Klimaanlage zu fahren: Australien auf die harte Tour! Paul hätte es lieber bequem, aber er fügt sich.

Das Gebiet wurde ursprünglich von Aborigines bewohnt. 1860 begannen die Briten, sie zu verdrängen. Von einem Aborigine lassen sich Paul und Amanda herumführen und wähnen sich dabei auf den von Bruce Chatwin beschriebenen Traumpfaden.

Als sie abschließend in der Bergbaustadt Tom Price am Rand des Nationalparks übernachten, kommt Amanda auf die Idee, auch noch eine Wanderung durch die Minenlandschaft zu unternehmen. Paul protestiert dagegen und pocht darauf, dass der dafür erforderliche zusätzliche Tag nicht eingeplant war. Aber am Ende gibt er seinen Widerstand auf.


Schweizer Messer

Erstveröffentlichung

Robbie lässt sich von Mickey Tenner dazu anstiften, sich bei Aurelia Dressler einzuschleichen. Die 59-jährige Witwe, die in einer adeligen Familie geboren wurde aber später den unauffälligen Namen ihres Mannes annahm, studierte vor 30 Jahren Pharmazie und verdient sich jetzt etwas zu ihrer Witwenrente hinzu, indem sie verbotenerweise Kranke mit Medikamenten versorgt. „Lebensberatung. Alle Probleme. Sprechzeit nach Vereinbarung“ steht an ihrer Türe. Mickey und Robbie haben das Schild bereits fotografiert.

Nachdem Robbie eine Weile Unkraut im Garten der Villa gejätet hat, klagt er, ihm sei übel. Seine Absicht ist es, Aurelia Dressler nach einer illegalen Behandlung zu erpressen. Sie bringt ihn in die Küche und drückt ihm ein Fläschchen und einen Löffel in die Hand. 20 Tropfen soll er nehmen. Es sei ein rein pflanzliches Mittel, versichert sie ihm. Robbie will lieber etwas Stärkeres, aber sie bringt ihn dazu, es erst einmal mit den Tropfen zu versuchen.

Nach der Einnahme der Tropfen wird Robbie schwindelig.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Aurelia Dressler durchschaute auf den ersten Blick, dass Robbie drogensüchtig ist und die Gartenarbeit in krimineller Absicht annahm.

Robbie rutscht in der Küche von der Tretleiter, auf der er saß. Die Frau, die auch bereits ihren Mann vergiftet hatte, hört das Geräusch und will nachsehen. Aber da steht ein anderer Junge mit Tunnelblick vor dem am Boden liegenden Robbie. Er hat ein echtes Schweizer Messer in der Hand. Eine blitzschnelle Bewegung, und Mickey durchtrennt Aurelias linke Halsschlagader.


Vanessas Salon

aus: Gabriele Wohmann: Schwarz und ohne alles, Aufbau Verlag, Berlin 2008

Wenn Holly Myers die Decke auf den Kopf fällt, geht sie in Vanessas Frisörsalon.

Ursprünglich stand „Vanessa’s Salon“ auf dem Schild, aber die Besitzerin ließ ein neues Schild ohne Apostroph anfertigen, nachdem Holly ihr erklärt hatte, dass der da ebenso wenig hingehöre wie bei „Harry’s Salon“.

Vanessas 41-jährige Mitarbeiterin Christa hat einen siebenjährigen Sohn und eine 18 Jahre alte Tochter, die gerade ihren Realschul-Abschluss macht. Eigentlich wollte das Mädchen Altenpflegerin werden, aber dafür fehlen ihr irgendwelche Voraussetzungen. Sie wird stattdessen in einer Bäckerei eine Ausbildung zur Fachkauffrau anfangen.

In der nächsten Woche wird der Frisörsalon geschlossen sein, denn Vanessa muss sich einem gynäkologischen Eingriff unterziehen und will sich dabei auch gleich Fett absaugen lassen, und Christas Sohn wird zur gleichen Zeit an den Genitalien operiert: Der Urologe will seine Phimose beheben und dafür sorgen, dass sich die Hoden nicht immer wieder in den Bauchraum zurückziehen.


Puddingkreppel

aus: Gabriele Wohmann: Wann kommt die Liebe, Aufbau Verlag, Berlin 2010

Nachdem sie im Fernsehen noch einen Film angeschaut haben, bedankt sich die Protagonistin bei ihrem Ehemann für die Puddingkreppel, die er mitbrachte, und als er schon in seinem Schlafzimmer das Licht ausgemacht hat, ruft sie:

Ich hatte ganz vergessen, mein Highlight für dich! Der angenähte Knopf am Schlafanzug!


Little Land

aus: Gabriele Wohmann: Schwarz und ohne alles, Aufbau Verlag, Berlin 2008

Die Ich-Erzählerin steht früh auf, um zu ihrem Landhäuschen Little Land hinauszufahren, denn sie erwartet den Anstreicher David. Der ruft jedoch an und vertröstet sie auf den folgenden Tag.

Trotzdem fährt sie mit ihrem Hund nach Little Land und übernachtet dort. Am nächsten Morgen wartet sie vergeblich auf David. Am Telefon meldet sich seine Frau. Er sei zum Einkaufen nach Fort Collins gefahren, sagt sie.

Enttäuscht fährt die Hausbesitzerin mit ihrem Hund zurück in die Stadt.

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In dem von Georg Magirius unter dem Titel „Eine souveräne Frau“ herausgegebenen Band mit den „schönsten Erzählungen“ – so der Untertitel ‐ von Gabriele Wohmann sind noch drei weitere Kurzgeschichten enthalten: „Verliebt, oder?“, „Der Irrgast“ und „Ich hab noch ganz andere Sorgen“. Die älteste der 26 Geschichten – „Ein unwiderstehlicher Mann“ – entstand 1956. „Schweizer Messer“ und „Ich hab noch ganz andere Sorgen“ sind ein halbes Jahrhundert jünger: Sie wurden in diesem Band erstmals veröffentlicht. Insgesamt verfasste Gabriele Wohmann mehr als 600 Kurzgeschichten bzw. Erzählungen.

„Die schönsten Erzählungen“ heißt es im Untertitel der vorliegenden Sammlung. Schön sind sie allerdings höchstens formal. Inhaltlich geht es Gabriele Wohmann gerade nicht um die schönen Dinge im Leben, sondern um Egoismus und Eitelkeit, Lieblosigkeit, Gleichgültigkeit, Gedankenlosigkeit und Kommunikationsschwierigkeiten. Ehe, Partnerschaft und Familie werden von den Frauen in Gabriele Wohmanns Alltagsdramen als Einengung und Freiheitsberaubung erlebt.

Die Enttäuschten, Überforderten und Traurigen erhalten eine Stimme.
(Georg Magirius im Nachwort zu „Eine souveräne Frau“)

Die von Georg Magirius unter dem Titel „Eine souveräne Frau“ zusammengestellten Erzählungen sind recht verschieden. Da stehen realistische neben symbolischen und grotesken Geschichten, es gibt Karikaturen wie die Bütows, eine Satire wie „Die Schönste im ganzen Land“ und einen perfiden Miniaturkrimi wie „Das Schweizer Messer“. Traurigkeit steht neben Sarkasmus und Zynismus, Resignation neben Bissigkeit. Die Länge der Erzählungen bewegt sich zwischen zwei und 35 Seiten. Dementsprechend wechselt auch der Grad der Verdichtung und Pointierung. Vor allem in den längeren Geschichten variiert Gabriele Wohmann zwischen einfachen kurzen Sätzen und kunstvollen Schachtelsätzen. Oft tritt eine Ich-Erzählerin auf, die das Geschehen aus der Erinnerung wiedergibt, als inneren Monolog oder auch indem sie sich monologisierend an einen Gesprächspartner wendet.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2013
Textauszüge: © Aufbau Verlag

Gabriele Wohmann: Sonntag bei den Kreisands
Gabriele Wohmann: Ausflug mit der Mutter

Kurt Tucholsky - Schloss Gripsholm
"Schloss Gripsholm" ist eine unbeschwerte, leichthin erzählte "Sommergeschichte" – amüsant, fröhlich und idyllisch, aber nicht sentimental –, zu der sich Kurt Tucholsky wohl durch einen Sommeraufenthalt mit einer Geliebten im Jahr 1929 inspirieren ließ.
Schloss Gripsholm

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