The Gift. Die dunkle Gabe

The Gift. Die dunkle Gabe

The Gift. Die dunkle Gabe

The Gift. Die dunkle Gabe - Originaltitel: The Gift - Regie: Sam Raimi - Drehbuch: Billy Bob Thornton und Tom Epperson - Kamera: Jamie Anderson - Schnitt: Bob Murawski und Arthur Coburn - Musik: Christopher Young - Darsteller: Cate Blanchett, Giovanni Ribisi, Greg Kinnear, Keanu Reeves, Katie Holmes, Hilary Swank, Michael Jeter, Kim Dickens, Gary Cole, Rosemary Harris, J. K. Simmons, Chelcie Ross, John Beasley, Lynnsee Provence, Hunter McGilvray u.a. - 2000; 110 Minuten

Inhaltsangabe

Als in einer Kleinstadt im Süden der USA die Tochter eines Schulleiters vermisst wird, schaltet dieser die junge Witwe Annie Wilson ein, von der es heißt, dass sie über hellseherische Fähigkeiten verfügt. Annie führt die Polizei zu einem Teich, in dem Taucher auf die Leiche der Vermissten stoßen. Der jähzornige Besitzer des Grundstücks wird aufgrund von Indizien schuldig verurteilt. Doch Annie ist überzeugt, dass er nicht der Mörder ist ...
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Kritik

Sehenswert ist der Mystery-Thriller "The Gift" vor allem wegen der außergewöhnlichen schauspielerischen Leistung, besonders von Cate Blanchett, Keanu Reeves und Hilary Swank.
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Annabelle („Annie“) Wilson (Cate Blanchett) lebt mit ihren drei kleinen Söhnen Mike, Miller und Ben (Lynnsee Provence, Hunter McGilvray, David Brannen) in Brixton, einer Kleinstadt im Süden der USA. Ihr Ehemann Ben kam vor einem Jahr bei einer Explosion im Kabelwerk ums Leben. Seither lebt sie von einer kleinen Rente und Geschenken, die sie dafür bekommt, dass sie anderen Menschen die Karten liest. (Honorare darf sie aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen nicht dafür verlangen.)

Zu ihren regelmäßigen Besucherinnen zählt Valerie Barksdale (Hilary Swank). Annie rät ihr, sich von ihrem Mann Donnie (Keanu Reeves) zu trennen, weil er Valerie immer wieder im Jähzorn verprügelt. Aber Valerie bringt es nicht fertig, den Macho zu verlassen. Als Donnie erfährt, was Annie seiner Frau gesagt hat, fährt er zu ihr, beschimpft sie als Hexe und droht ihr, sie und ihre Kinder umzubringen, wenn sie sich noch einmal mit Valerie treffen sollte.

Weil Mike, Annies ältester Sohn, noch nicht über den Tod seines Vaters hinweggekommen ist, hat er auch in der Schule Schwierigkeiten, und sein Lehrer Wayne Collins (Greg Kinnear) bittet Annie zu einem Gespräch. Dabei lernt sie auch Waynes lebenslustige Verlobte Jessica (Katie Holmes) kennen, die Tochter des Schulleiters Kenneth King (Chelcie Ross).

Kurz darauf lässt Annie sich von ihrer Freundin Linda (Kim Dickens) überreden, mit ihr zu einer Party zu gehen. Dabei ertappt sie Jessica in einer Ecke des Hauses beim Sex mit einem Rechtsanwalt. Als Annie von der Party nach Hause kommt, läuft der Fernseher mit einer fanatischen Predigt, und ihre Karten bilden auf ihrem Bett das Wort „Satan“. Annie holt die Polizei, aber der Beamte glaubt ihr nicht, dass Donnie Barksdale in ihr Haus eindrang.

Am nächsten Tag vermisst Kenneth King seine Tochter. Nachdem die Polizei tagelang vergeblich nach Jessica gesucht hat, besteht ihr Vater darauf, es mit Annies übersinnlichen Fähigkeiten zu versuchen. Widerwillig lässt Sheriff Pearl Johnson (J. K. Simmons) sie ins Polizeirevier kommen. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er von dem „Hokuspokus“ nichts hält. In der Atmosphäre der Ablehnung vermag Annie sich nicht zu konzentrieren und scheitert bei dem Versuch, aus den Karten etwas über Jessica zu erfahren. Doch am anderen Morgen sucht sie den Sheriff noch einmal auf und erzählt ihm von einem Traum: Sie hat Jessicas halbnackte, mit einer schweren Kette umwickelte Leiche in einem Teich gesehen und überredet Johnson, Taucher in Donnie Barksdales Weiher zu schicken.

Weil Donnie beim Angeln ist, besorgt der Sheriff sich die Erlaubnis von Valerie. Als Donnie zurückkommt und nicht nur die Polizei, sondern auch Annie auf seinem Grundstück antrifft, rastet der Choleriker wieder einmal aus und schlägt Annie in den Bauch. In diesem Augenblick finden die Polizisten Jessicas Leiche: halbnackt und mit einer schweren Kette umwickelt. Donnie wird festgenommen.

Bei der Gerichtsverhandlung setzt Donnies Verteidiger Annie im Zeugenstand schwer zu, um sie den Geschworenen unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Er weckt Zweifel an ihren hellseherischen Fähigkeiten und nährt den Verdacht, sie habe aus anderen Gründen gewusst, wo die Leiche zu finden war.

Aufgewühlt kommt Annie aus dem Gerichtsgebäude. Da eilt der psychisch gestörte Automechaniker Buddy Cole (Giovanni Ribisi) auf sie zu, um mit ihr über seine Probleme zu reden. Annie hat sich immer Zeit für ihn genommen, aber jetzt ist sie nicht in der Lage, ihm zuzuhören.

Ein paar Stunden später wird Annie von Buddys Mutter (Rebecca Koon) angerufen: Ihr Sohn hat seinen Vater (Erik Cord) gefesselt und geknebelt, prügelt auf ihn ihn und droht, ihn umzubringen. Annie fährt sofort hin. Sie weiß, dass Buddy seinen Vater abgründig hasst, vermutlich, weil dieser ihn als Kind missbraucht hatte, und sie macht sich Vorwürfe, weil sie vorhin nicht mit Buddy redete. Annie kann nicht verhindern, dass Buddy seinen Vater mit Benzin übergießt und anzündet. Der schwer Verletzte wird ins Krankenhaus gebracht; Buddy kommt in eine geschlossene psychiatrische Anstalt.

Donnie Barksdale gibt vor Gericht zu, dass er mit Jessica eine Affäre hatte. Auch an dem Abend, an dem sie ums Leben kam, traf er sich mit ihr. Aber nach einem heftigen Streit trennten sie sich. Er habe Jessica nicht getötet, schwört Donnie.

Aufgrund der Indizien wird er jedoch schuldig gesprochen und verurteilt.

Unvermittelt sucht Annie den Anwalt auf, der in dem Prozess die Anklage vertrat. Sie spüre, dass Donnie nicht der Mörder sei, sagt sie ihm und fordert ihn auf, eine Wiederaufnahme des Verfahrens einzuleiten. Auf ein bloßes Gefühl hin könne er das nicht tun, entgegnet er, aber da erzählt Annie ihm, dass sie ihn zufällig am Tag vor dem Mord beim Sex mit Jessica sah, und sie versucht, den Anwalt damit zu erpressen.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Vor Waynes Haustür liegen die Zeitungen mehrerer Tage. Annie sieht nach ihm. Er ist verwahrlost und wirkt verstört. Als sie auch ihm mitteilt, dass Donnie ihrer Überzeugung nach Jessica nicht ermordet habe, bittet Wayne sie, ihm die Karten zu lesen, und als sie nichts Außergewöhnliches sieht, fährt er mit ihr zu dem Teich, in dem die Leiche seiner Verlobten gefunden wurde. Plötzlich erlebt Annie, wie Jessica nach dem Streit mit Donnie auf der Straße steht. Wayne kommt dazu. Er weiß, dass sie ihn betrügt und stellt sie zur Rede. Als Jessica seinen Ring abstreift und verächtlich fortwirft, kommt es zu einem Handgemenge, und Wayne erwürgt Jessica. Erschrocken beteuert Annie, im Augenblick nichts Übersinnliches sehen zu können, aber Wayne glaubt ihr nicht; er weiß, dass sie den wahren Mörder kennt. Deshalb schlägt er sie mit der schweren Taschenlampe nieder. Bevor er sie töten und ins Wasser werfen kann, wird er von dem plötzlich aufgetauchten Buddy überwältigt.

Als Annie sich von dem Schock und den Verletzungen einigermaßen erholt hat, erfährt sie von Sheriff Johnson, dass Wayne Collins sowohl die Ermordung Jessicas als auch den Mordanschlag auf sie gestanden hat. Annie erwähnt, dass Buddy aus dem Krankenhaus geflohen sei und sie gerettet habe, aber der Sheriff klärt sie darüber auf, dass Buddy sich in der Dusche erhängt hatte. Zum Zeitpunkt von Waynes Anschlag auf sie war Buddy bereits tot.

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Die Handlung des Mystery-Thrillers „The Gift. Die dunkle Gabe“ ist zwar nicht besonders raffiniert, aber es ist Sam Raimi gelungen, durch eine sorgfältige Inszenierung von Anfang an eine beklemmende Stimmung zu erzeugen und die Spannung allmählich zu steigern. Sehenswert ist „The Gift“ vor allem wegen der außergewöhnlichen schauspielerischen Leistung, besonders von Cate Blanchett, Keanu Reeves und Hilary Swank.

Den Ort Brixton gibt es in Wirklichkeit nicht. Gedreht wurde in Savannah, Georgia.

Außer der Filmmusik von Christopher Young sind folgende Songs in „The Gift. Die dunkle Gabe“ zu hören:

  • Lee Hazlewood: „Trouble Is A Lonesome Town“
  • Lucky Lawrence: „Sentimental“, „Cherry Lips“, „King Of Heartache“, „Hide Away“
  • George Richey: „Picture of Me Without You“
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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2005

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