Schlafende Hunde

Schlafende Hunde

Schlafende Hunde

Originaltitel: Schlafende Hunde - Regie: Max Färberböck - Drehbuch: Max Färberböck - Kamera: Rainer Gutjahr und Ulrich Krafzik - Schnitt: Barbara Hennings und Daniela Paeper - Musik: Uwe Buschkötter und Hans-Günther Wagener - Darsteller: Sabine Postel, Peter Lohmeyer, Peer Jäger, Eva Kryll, Manuela Alphons, Ortud Beginnen, Krystian Martinek, Gerd Wameling, Thoms Schücke, Neithardt Riedel u.a. - 1992; 105 Minuten

Inhaltsangabe

Seit Thomas in die Geschäftsleitung aufgestiegen ist, sehe sie ihn fast nur noch beim Frühstück, klagt Susanne. Um sein Interesse neu zu wecken, macht sie ihm vor, ein Verhältnis mit einem häufig verreisten Ingenieur zu haben. Thomas reagiert anders als erwartet: Er ist erleichtert und beichtet seiner Frau, dass er sich seit fünf Monaten heimlich mit der Sekretärin Stefanie Wilkens trifft ...
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Kritik

Max Färberböck hat eine traurige Geschichte in eine locker inszenierte Komödie mit überraschenden Wendungen verpackt. Auf unterhaltsame Weise kritisiert er die Ellbogen-Gesellschaft, in der sich jeder auf Kosten anderer durchzusetzen versucht: "Schlafende Hunde".

Thomas und Susanne Krüger (Peter Lohmeyer, Sabine Postel) sind seit 6 Jahren verheiratet. Sie arbeiten beide im Bau- und Investment-Unternehmen Moringa; er im Management und sie in der Buchhaltung. Die unauffällige, hilfsbereite Angestellte beachtet niemand, schon gar nicht der Unternehmer, Herr Benisch (Peer Jäger). Aber als die langjährige Chefsekretärin, Frau Gellhorn (Ortrud Beginnen), im Büro einen Herzinfarkt erleidet, kümmert sich Susanne um sie und besucht sie auch mehrmals im Krankenhaus.

Seit Thomas in die Geschäftsleitung aufgestiegen ist, sehe sie ihn fast nur noch beim Frühstück, klagt Susanne. Eine Fernsehsendung bringt sie auf eine Idee. Um sein Interesse neu zu wecken, macht sie ihm vor, ein Verhältnis mit einem häufig verreisten Ingenieur zu haben. Thomas reagiert anders als erwartet: Er ist erleichtert und beichtet seiner Frau, dass er sich seit fünf Monaten heimlich mit der Sekretärin Stefanie Wilkens (Manuela Alphons) trifft.

Um ihre Ehe zu retten, fährt Susanne in das Firmenapartment, in dem Thomas jetzt wohnt. Als sie an der Haustür klingelt, merkt sie, dass er eine andere Frau erwartet. Da kommt auch schon ihre Kollegin Kersten Fricke (Eva Kryll) – offenbar zu einem Schäferstündchen. Susanne kann sich gerade noch hinter einer Säule im Treppenhaus verbergen. Sie fährt heim und löst Schlaftabletten in einem Glas Wasser auf. Als sie es trinken will, läutet ein Handwerker, der einen großen Wandspiegel liefert. Danach verzichtet sie darauf, sich umzubringen und zertrümmert stattdessen die Wohnungseinrichtung.

Im Büro tauscht sie heimlich die beiden für Herrn Benisch vorbereiteten Frühstückseier gegen rohe Eier aus. Als Benisch eines davon auf seinem Knie aufklopft, reagiert er mit einem Wutanfall gegen Stefanie Wilkens, die neue Chefsekretärin.

Auf Betreiben von Thomas soll Susanne als Chefbuchhalterin in eine Niederlassung nach Herne abgeschoben werden. Susanne zieht es vor, zu kündigen. Sie trägt jetzt ein feuerrotes Kostüm und lässt sich nichts mehr gefallen. Einen Stapel Akten, den ihr Stefanie Wilkens zur Bearbeitung übergibt, lädt sie einfach bei Kersten ab und meldet sich krank.

Mit ein paar Tausendern, die sie in der Firma unterschlägt, bezahlt sie einen Callboy namens Merkel (Thomas Schücke) dafür, dass dieser sich an Kersten heranmacht. Die versetzt deshalb am Wochenende Thomas, und daraufhin kommt es zwischen den beiden zum Zerwürfnis.

Während Kersten kurz das Büro verlässt, verändert Susanne ein paar Zahlen in der Aufstellung ihrer Kollegin. Wenig später bekommt Benisch erneut einen Wutanfall, weil die ihm vorgelegten Berechnungen falsch sind. „Frau Gellhorn hat mir nie etwas vorgelegt, ohne es geprüft zu haben!“, schreit er die Chefsekretärin an.

Susanne nimmt dringendes PR-Material an sich, dass Thomas für seinen Rivalen Breitner (Krystian Martinek) in die Post getan hat. Breitner beschwert sich einige Tage später bei Benisch. Der ruft Thomas Krüger und Stefanie Wilkens zu sich und stellt die Chefsekretärin vor die Entscheidung zwischen ihrem Job und dem Verhältnis mit Thomas. Sie wählt den Job. Thomas aber verdächtigt Breitner, die Sache inszeniert zu haben, um ihm zu schaden.

Heimlich hört Susanne bei geschäftlichen Telefonaten ihres Mannes mit. Dabei erfährt sie, dass er am nächsten Tag 350 000 Mark in bar von der Bank holen wird, die dafür bestimmt sind, im Projekt Hofanger – bei dem es um einen Auftrag über 135 Millionen geht – Beamte der Kommunalverwaltung zu bestechen. Am nächsten Tag, als er ins Büro kommt und den Aktenkoffer mit dem Geld in einen Schrank legt, geht sie zu ihm. Sie streiten sich. Thomas verlässt kurz den Raum. Bald darauf wird er zum Chef zitiert. In dem Koffer, den er Breitner übergab, fehlen 200 000 Mark! Dabei hatte Thomas das Geld vorher nachgezählt. Da bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu kündigen.

Stefanie Wilkens sizilianischer Ehemann taucht plötzlich in der Firma auf und fuchelt mit einem anonymen Schreiben herum, in dem steht, seine Frau habe ein Verhältnis mit ihrem Chef. Er bedroht Benisch und schleppt dann Stefanie aus dem Büro.

Am Tag vor dem Abschluss des Projektes Hofanger endet Susannes Arbeitsverhältnis. Zum Abschied legt sie Benisch eine Unterschriftenmappe vor, in dem sich angeblich ihr Zeugnis befindet. Tatsächlich handelt es sich um eine Forderung über 2,3 Millionen D-Mark. Das seien 5 Prozent des Gewinnes, den Benisch durch den Auftrag erwarte, erklärt sie ihm. Sie erinnert ihn an einen Bestechungsskandal vor ein paar Jahren, für den einer seiner früheren Mitarbeiter noch immer im Gefängnis sitze und droht, das Projekt durch entsprechende Pressemitteilungen zum Scheitern zu bringen, wenn sie das Geld nicht bekomme. Benisch geht aus dem Büro und schickt Rechtsanwalt Felden (Neithardt Riedel) zu ihr. Aber Susanne gibt nicht nach.

Dann trifft sie sich mit Thomas. Das Geld sei für ihre gemeinsame Zukunft, beschwört sie ihn, aber Thomas will nichts mehr an ihr wissen. Kersten habe einen Selbstmordversuch unternommen, als Herr Merkel ihr gestanden habe, dass er Callboy sei und in Susannes Auftrag gehandelt habe. Susanne verteidigt sich: Sie sei eben auch so geworden, wie die anderen in der Firma. Alle achteten nur auf ihren eigenen Vorteil und niemand kümmere sich um andere. Sie wirft ihm den Scheck hin, aber Thomas will ihn auch nicht.

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Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2002

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