Che Guevara

Ernesto Che Guevara: Biografie von 1928 bis 1955

Ernesto Guevara schloss sich 1955 dem zwei Jahre älteren Fidel Castro an und übernahm nun endgültig den Revolutionsnamen Che.

Im Sommer 1956 wurde Che Guevara als kommunistischer Rebell zwei Monate lang eingesperrt.

Am 25. November 1956 schiffte sich der „Kommandant“ Fidel Castro mit Che Guevara und vierundachtzig weiteren Rebellen in Tuxpan auf der Yacht „Granma“ nach Kuba ein. Dort legten sie am 2. Dezember an. Es gelang ihnen zwar nicht, die Armee des Diktators zu besiegen, aber sie zermürbten das Regime im Guerillakrieg.

Che Guevara wurde aufgrund seiner Umsicht, Entschlusskraft und Durchsetzungsfähigkeit am 21. Juli 1957 von Fidel Castro, dem Comandante en Jefe, zum Comandante ernannt. Am 29. Dezember 1958 nahm Che Guevara mit seiner Einheit gegen eine überlegene und zudem von den USA unterstützte Militärmacht die Stadt Santa Clara ein. Damit war der Weg nach Havanna frei.

Batista flüchtete am 1. Januar 1959 (angeblich mit 40 Millionen Dollar im Koffer) in die Dominikanische Republik.

Obwohl Castro mehrmals betont hatte, er wolle sich nach dem Sturz des Diktators ins Privatleben zurückziehen, riss er das Amt des Staatschefs an sich. Che Guevara, der am 9. Februar den Ehrentitel „von Geburt kubanischer Staatsbürger“ erhielt, übernahm die Leitung der Nationalbank und 1961 das Amt des Industrieministers.

Seit 1959 war Ernesto Che Guevara erneut verheiratet. Seine neun Jahre jüngere zweite Ehefrau Aleida gebar ihm vier Kinder.

Als Fidel Castro und Che Guevara Tochtergesellschaften von US-Konzernen verstaatlichten, verhängten die Vereinigten Staaten ein Handelsembargo und brachen am 4. Januar 1961 die diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab. Am 17. April 1961 landeten 1200 von Washington ausgerüstete und trainierte Exilkubaner in der Schweinebucht an der Südküste Kubas, wurden jedoch von der kubanischen Armee überwältigt. [Kubakrise]

Bei der Verfolgung politischer Gegner griff Che Guevara unerbittlich durch; er richtete in Guanahacabibes ein erstes Umerziehungslager ein und spornte die Revolutionsgerichte zu zahlreichen Todesurteilen an und überwachte einige der Exekutionen angeblich persönlich. Statt für sich oder seine Angehörigen

Vergünstigungen zu beanspruchen, beteiligte er sich persönlich an „freiwilligen“ Arbeitseinsätzen.

Anders als der eher pragmatisch denkende Fidel Castro, orientierte sich der sehr viel radikalere Che Guevara am Kommunismus und seinem idealistischen Leitbild vom „Neuen Menschen“. Nach einem Generationen dauernden Umerziehungsprozess werde der „Neue Mensch“, davon war Che Guevara überzeugt, nicht mehr arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sondern aus altruistischen Motiven. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen überwarf sich Che Guevara schließlich mit Fidel Castro und floh im April 1965 nach Afrika.

Fortsetzung

Christian Kracht - Die Toten
Christian Kracht vermischt in der Farce "Die Toten" Fakten und Fiktion. Mit viel Witz, großer Fabulierlaune, virtuoser Sprachspielerei und einer Vorliebe für verrückte Einfälle erzählt er eine manieriert-artifizielle Geschichte.
Die Toten

Christian Kracht

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