Arthur Penn: Alice's Restaurant
mit Arlo Guthrie, Patricia Quinn, James Broderick u. a.
     
Kritik:
"Alice's Restaurant" ist ein selbstkritischer Abgesang von Arthur Penn auf die Hippie- und Flower-Power-Bewegung. Filmkritik

 

Alice's Restaurant

 
  Inhalt:
In einer säkularisierten Kirche richten Ray und Alice Brock Ende der Sechzigerjahre eine Hippie-Kommune ein: Alice's Restaurant. Hin und wieder lebt auch Arlo Guthrie bei ihnen, ein Jugendlicher, dessen Vater im Sterben liegt und der zwar weiß, dass er nicht nach Vietnam will, aber sich über seine Zukunft noch nicht im Klaren ist. Weil die Blumenkinder vor Rivalitäten und Eifersucht nicht gefeit sind und Alice für den Junkie Shelly mehr als Freundschaft empfindet, kommt es zur Krise ... Handlung, Inhaltsangabe

Alice's Restaurant – Originaltitel: Alice's Restaurant – Regie: Arthur Penn – Drehbuch: Venable Herndon und Arthur Penn, nach der Popballade "Alice's Restaurant Massacree" von Arlo Guthrie – Kamera: Michael Nebbia – Schnitt: Dede Allen – Musik: Arlo Guthrie – Darsteller: Arlo Guthrie, Patricia Quinn, James Broderick, Michael McClanathan, Geoff Outlaw, Tina Chen, William Obanhein, Pete Seeger, Lee Hays, Joseph Boley u.a. – 1969; 105 Minuten

   


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Arthur Penn: Alice's Restaurant

Inhaltsangabe:

Um der Einberufung zum Militärdienst zu entgehen, setzt Arlo Guthrie (Arlo Guthrie) sich Ende der Sechzigerjahre aus New York nach Montana ab und meldet sich bei einem College an. Im Musikunterricht missfällt dem Lehrer (Graham Jarvis) seine Kreativität, doch Arlo lässt sich nicht disziplinieren und bricht das Studium nach wenigen Wochen ab.

Wegen seiner langen Haare wird er in einer Kneipe so lange provoziert, bis er sich wehrt. Ein paar Männer prügeln sich mit ihm und werfen ihn durch die Schaufensterscheibe. Daraufhin wird Arlo vorübergehend festgenommen.

Um seinem Freund Roger Crowther (Geoff Outlaw) ein paar Sachen zu bringen, fährt Arlo zu der von dem Ehepaar Ray und Alice Brock (James Broderick, Patricia Quinn) in einer säkularisierten Kirche in Stockbridge gegründeten Hippie-Kommune. Alice's Restaurant in der Kirche ist ein Treffpunkt der Blumenkinder. Arlo sieht hier auch seinen Bücher von Dieter Wunderlich afroamerikanischen Freund Jake (Simm Landres) wieder, der im Vietnam-Krieg einen Arm verloren hat.

Der Ex-Junkie Shelly (Michael McClanathan) schließt sich der Kommune ebenfalls an, um den Versuchungen der Großstadt zu entkommen und in der Gemeinschaft clean zu bleiben. Als Ray merkt, dass Alice mehr als Freundschaft für Shelly empfindet, kommt es zur Krise, und Alice – die sich ohnehin mit der Betreuung der Blumenkinder und der Arbeit im Restaurant überfordert fühlt – verlässt die Kommune.

Ray und Roger, die nach Alice suchen, finden sie bei Arlo in New York und überreden sie, wieder zurückzukommen.

Nach einer großen Feier bringen Arlo und Shelly den Müll weg, aber die Deponie ist wegen Thanksgiving geschlossen. Im Wald entdecken sie eine Stelle, wo illegal Müll abgeladen wurde. Da werfen sie auch ihren Abfall hin. Sie werden beobachtet und in einer völlig überzogenen Polizeiaktion festgenommen. Erst als Alice die Kaution für sie bezahlt, lässt Sergeant Obie (William Obanhein) sie frei. Ein Richter verurteilt Arlo und Shelly dazu, den Müll wieder wegzuschaffen und die Stadt zu verlassen.

Aufgrund der Vorstrafe wird Arlo bei der Musterung kurze Zeit später abgelehnt.

Mehrmals besucht Arlo seinen in einem New Yorker Krankenhaus im Sterben liegenden Vater Woody Guthrie (Joseph Boley) und seine Mutter Marjorie (Sylvia Davis). Weil Woody an der Erbkrankheit Huntington-Chorea leidet, befürchtet Arlo, er könne davon ebenfalls betroffen sein.

Entsetzt stellt Alice eines Tages fest, dass Shelly wieder Heroin spritzt. Dem Streit entzieht Shelly sich, indem er mit seinem Motorrad davonrast und sich einen goldenen Schuss setzt.

Arlo verlässt die Kommune mit der Chinesin Mari-chan (Tina Chen), die seit kurzem seine Freundin ist. Er weiß, dass er nun herausfinden muss, was er will.

Weil die Ehe von Ray und Alice aufgrund von Shellys Drogentod erneut in die Krise geraten ist, droht sich die Kommune aufzulösen. In der Hoffnung, alles wiederherstellen zu können, überredet Ray Alice, die bei der kurzen standesamtlichen Eheschließung versäumte Hochzeitsfeier nachzuholen.

Am Ende des ausgelassenen Festes bleiben Ray und Alice allein am Eingang ihrer Kirche zurück. Während Ray hineingeht, steht Alice zweifelnd auf der Treppe. Die Kamera fährt im Halbkreis um sie herum, zoomt sie zwischen Baumstämmen hindurch heran und zieht sich dann wieder zurück.

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Filmkritik:

"Alice's Restaurant" ist ein lakonischer, selbstkritischer Abgesang von Arthur Penn auf die Hippie- und Flower-Power-Bewegung. Obwohl es auch einige komische und übermütige Szenen gibt, dominiert Melancholie, und das Scheitern steht im Mittelpunkt.

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2007

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