René Clément: Wie Raubkatzen
mit Alain Delon, Jane Fonda, Lola Albright u. a.
     
Kritik:
"Wie Raubkatzen" ist ein spannender, perfider und mit einer Menge schwarzen Humors durchsetzter Thriller von René Clément. Filmkritik

 

Wie Raubkatzen

 
  Inhalt:
Der Gauner und Playboy Marc wird von drei Gangstern aus New York verfolgt. Sie sollen ihn umbringen, weil er eine Affäre mit der Ehefrau ihres Bosses hatte. An der Côte d'Azur stöbern sie ihn auf. Marc entkommt ihnen jedoch und wird von einer reichen Witwe als Chauffeur angestellt. Barbaras Ehemann, ein amerikanischer Millionär, wurde vor zwei Jahren ermordet. Seither bewohnt sie mit ihrer Cousine Melinda eine mondäne Villa an der Riviera. Bald ahnt Marc, dass sie heimtückische Absichten verfolgt ... Handlung, Inhaltsangabe

Wie Raubkatzen – Originaltitel: Les Félins – Regie: René Clément – Drehbuch: René Clément, Pascal Jardin, Charles Williams, nach dem Roman "Joy House" von Day Keene – Kamera: Henri Decaë – Schnitt: Fedora Zincone – Musik: Lalo Schifrin – Darsteller: Alain Delon, Jane Fonda, Lola Albright, André Oumansky, Sorrell Booke, Carl Studer, Arthur Howard, Annette Poivre, Berett Arcaya, Marc Mazza, Jacques Bézard, Jean-Pierre Honoré, Georges Douking u.a. – 1963; 95 Minuten

   


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René Clément: Wie Raubkatzen

Inhaltsangabe:

Marc (Alain Delon), ein achtundzwanzigjähriger Gauner und Playboy, muss aus New York verschwinden, weil er eine Affäre mit der Frau eines Gangsterbosses hatte und dabei ertappt wurde. Der gehörnte Ehemann schickt ihm drei seiner Kumpane hinterher: Sie sollen Marcs Kopf zurückbringen – als "Geschenk" für die untreue Gattin.

Die Ganoven stöbern Marc an der Côte d'Azur auf und entführen ihn aus seinem Hotel, doch unterwegs gelingt ihm die Flucht. Einige Tage lang versteckt er sich unter den Obdachlosen, Bücher von Dieter Wunderlich die von dem Geistlichen Nielson (Arthur Howard) versorgt werden. Zwei schwarz gekleidete Damen kommen regelmäßig vorbei und bringen den Bedürftigen etwas zu essen. Marc hört, dass es sich bei einer von ihnen um die Witwe eines amerikanischen Millionärs handelt, der von einem kleinen Gauner ermordet wurde. Sie heißt Barbara (Lola Albright) und bewohnt mit ihrer Cousine Melinda (Jane Fonda) eine mondäne Villa in Villefranche-sur-mer. Marc erhält von ihr schließlich das Angebot, als Chauffeur für sie zu arbeiten und in einem Nebengebäude des Anwesens zu wohnen.

Er wundert sich, dass ihm die Arbeitgeberin als Erstes seinen Pass abnimmt, fügt sich aber zunächst. Melinda flirtet mit ihm. Seine Versuche, von ihr mehr über Barbara zu erfahren, scheitern jedoch. Deshalb dauert es einige Zeit, bis er herausfindet, dass Barbara in New York eine Affäre mit einem Mann namens Vincent (André Oumansky) gehabt hatte, der vor zwei Jahren ihren zwanzig Jahre älteren, steinreichen Ehemann umgebracht haben soll und deshalb zum Tod verurteilt wurde – allerdings in Abwesenheit, weil er untergetaucht war.

Eines Tages merkt Marc, dass sich noch jemand in der Villa aufhält. Offenbar handelt es sich um Vincent. Seit zwei Jahren lebt er wie ein Gefangener mit einer Katze in einem nur durch eine Geheimtür betretbaren Raum. Seine Haut ist hell, weil er es nicht wagt, ins Freie zu gehen. Das Eingesperrtsein macht ihn fast verrückt. Barbara spielte die mildtätige Witwe nur, um an einen Vagabunden ohne Angehörige heranzukommen, genauer gesagt, an seinen Pass: Sie und Vincent planen, Marc umzubringen und sich nach Venezuela abzusetzen. Dafür benötigen sie Marcs Papiere.

Nachdem Marc sich seinen Pass aus Barbaras Schreibtisch zurückgeholt hat, schläft sie mit ihm in der Hoffnung, dass er ihr das Dokument wieder überlässt. Vorher will Marc noch wissen, wo der Eingang des Verstecks ist, und Barbara zeigt es ihm.

Wenn Sie noch nicht erfahren möchten, wie es weitergeht,
überspringen Sie bitte vorerst den Rest der Inhaltsangabe.

Vincent ist eifersüchtig, aber Barbara erklärt ihm, dass sie anders nicht wieder an den Pass gekommen wäre. Melinda riecht Barbaras Parfum in Marcs Bett und überlegt sich, wie sie Marc für sich gewinnen kann, zumal sie ahnt, dass er vorhat, sich baldmöglichst aus dem Staub zu machen. Sie gibt ein Telegramm auf, das den Eindruck erweckt, Barbara habe sich mit einem Mann namens Frank in New York verabredet. Vincent erschießt daraufhin seine Geliebte, von der er annehmen muss, dass sie ihn betrügen wollte. In diesem Augenblick dringen die drei Gangster aus New York in die Villa ein, aber sie verwechseln Vincent mit Marc und erschießen den Falschen.

Marc hebt die Leichen von Barbara und Vincent in den Kofferraum, um sie zu einer einsamen Bucht zu bringen. Melinda, die ihn begleitet, sticht an einer Tankstelle unbemerkt in den rechten Vorderreifen. Kurz darauf verliert Marc die Kontrolle über den Wagen und fährt eine Frau an. Gegenüber dem Polizisten, der den Unfall aufnimmt, behauptet Marc, keinen Ersatzreifen dabei zu haben, aber Melinda versichert, im Kofferraum seien gleich zwei. Da rennt Marc davon.

In Barbaras Villa, wo er Zuflucht sucht, gesteht Melinda ihm, das Telegramm geschrieben und den Polizisten auf die Leichen hingewiesen zu haben, damit Marc bei ihr bleibt. Sie hat ihm auch ein Kätzchen gekauft, damit er in seinem Versteck nicht so allein ist ...

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Filmkritik:

René Clément hat den Thriller "Wie Raubkatzen" in Schwarz-Weiß gedreht. Die Handlung ist zwar ein wenig konstruiert, aber spannend, perfide und mit einer Menge schwarzen Humors durchsetzt. Obwohl "Wie Raubkatzen" über vierzig Jahre alt ist, wirkt der Film überhaupt nicht angestaubt.

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2007

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